Teure Flugtickets: Lufthansa erwartet immer frühere Buchungen

Frankfurt - Wegen der hohen Ticketpreise erwartet die Lufthansa in den nächsten Monaten immer frühzeitigere Buchungen. Erneut betonte die Fluggesellschaft am Freitag, dass man nach dem Ausscheiden des Konkurrenten Air Berlin am Preissystem nichts geändert habe und die Lage nicht ausnutze. Nach Kundenbeschwerden hatte das Bundeskartellamt angekündigt, die Preispolitik zu prüfen.

Es sei aber wegen der erhöhten Nachfrage im Dezember weiterhin so, dass günstige Klassen für die jeweilige Verbindung wesentlich früher ausverkauft seien und dann nur noch entsprechend teurere Tickets angeboten würden, erklärte ein Sprecher. Die jeweilige Größe der insgesamt 17 Buchungsklassen sei ebenfalls nicht verändert worden, so dass der Erlös für einen voll besetzten Flieger gleich bleibe. Das sei eine bewusste Entscheidung gewesen, um wichtige Kundengruppen nicht zu vergraulen oder an den Konkurrenten Bahn zu verlieren.

Höhere Durchschnittspreise erziele man allein dadurch, dass man zusätzliche Kapazitäten in den Markt gegeben habe, um die von Air Berlin nicht mehr angebotenen Flugleistungen zu ersetzen. Diese zusätzlichen Plätze seien wegen der kurzen Fristen zwischen Angebot und Flug in durchschnittlich höheren Preisklassen verkauft worden.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben mit seinen Netzwerk-Airlines Lufthansa, Austrian und Swiss rund 50 Prozent der Air-Berlin-Kapazität auf den zehn wichtigsten Strecken im deutschsprachigen Raum ausgeglichen. Unter anderem seien zusätzliche Airbus A321 und Langstreckenjets auf Kurzflügen beispielsweise zwischen Frankfurt und Berlin eingesetzt worden.

An drei Tagen kurz vor Weihnachten (20. bis 22. Dezember) fliegt zudem ein Airbus A340 zwischen München und Berlin hin und her, wie die Lufthansa am Freitag ankündigte. Das Flugzeug hat rund 100 Plätze mehr als die sonst auf dieser Verbindung eingesetzten Jets.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden