Teuerster Tech-Deal: Broadcom kommt Qualcomm etwas entgegen

San Jose (Kalifornien) (APA/dpa) - Um den Weg für die bisher teuerste Tech-Übernahme zu ebnen, macht der US-Chipkonzern Broadcom ein potenziell wichtiges Zugeständnis. Die Qualcomm-Aktionäre werden jetzt nur noch aufgerufen, Broadcom bei der anstehenden Hauptversammlung eine Mehrheit im elfköpfigen Verwaltungsrat zu geben. Ursprünglich wollte Broadcom über den kompletten Austausch des Aufsichtsgremiums abstimmen lassen.

Qualcomm-Aktionäre hätten sich dafür ausgesprochen, auch bei einer Übernahme für eine gewisse Kontinuität in der Firmenführung zu sorgen, erklärte Broadcom-Chef Hock Tan zur Begründung in der Nacht zum Mittwoch. Wenn Broadcom die Mehrheit im Verwaltungsrat von Qualcomm bekommen sollte, könnte das Gremium den bisherigen Widerstand gegen den insgesamt 146 Mrd. Dollar (118,4 Mrd. Euro) schweren Deal kippen.

Zugleich hatte Tan in einem Interview mit dem Sender CNBC angedeutet, dass Broadcom die Übernahmepläne aufgeben könnte, wenn bei der Hauptversammlung keine Mehrheit im Verwaltungsrat zustande kommt. Am Ende liegt die Entscheidung über den Deal in der Hand der Aktionäre. Die große Mehrheit der Qualcomm-Anteile ist auf viele Finanzfirmen verstreut.

Broadcom hat sich bereits eine Kreditlinie von 100 Mrd. Dollar für die Barkomponente des Gebots gesichert. Die Firma will in einem nachgebesserten Offert pro Qualcomm-Anteil 60 Dollar zahlen plus eigene Aktien im Wert von 22 Dollar drauflegen. Tan hatte bereits betont, dass es keine weitere Nachbesserung des Angebots geben solle.

Ense (APA/dpa) - Neue Hoffnung für den von der Schließung bedrohten Kettcar-Hersteller Kettler: In letzter Minute ist es dem Unternehmen am Freitag gelungen, eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zu erhalten. Damit kann das Unternehmen die Suche nach potenziellen Investoren fortsetzen.
 

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Neue Hoffnung für Kettcar-Hersteller Kettler

Wien (APA) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in mehreren Zeitungsinterviews am Wochenende Kritik an der Regierung geübt. Beim 12-Stunden-Tag bemängelte er die überhastete Umsetzung ohne Einbindung relevanter Gesprächspartner. Unzufrieden ist er auch mit der Behördenpraxis bei der Abschiebung von gut integrierten Menschen und Familien aus Österreich.
 

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Van der Bellen kritisiert überhastete Umsetzung des 12-Stunden-Tags

New York (APA/dpa) - Das traditionsreiche US-Wirtschaftsblatt "Fortune" wechselt zum zweiten Mal in diesem Jahr den Besitzer. Man habe sich mit dem thailändischen Geschäftsmann Chatchaval Jiaravanon auf einen Kaufpreis in Höhe von 150 Millionen Dollar (123 Mio Euro) in bar geeinigt, teilte die Eigentümergesellschaft Meredith Corporation am Freitag mit. Der Verkauf solle bis Ende 2018 abgeschlossen werden.
 

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Thailändischer Geschäftsmann kauft US-Magazin "Fortune"