Teuerster Tech-Deal: Broadcom kommt Qualcomm etwas entgegen

San Jose (Kalifornien) (APA/dpa) - Um den Weg für die bisher teuerste Tech-Übernahme zu ebnen, macht der US-Chipkonzern Broadcom ein potenziell wichtiges Zugeständnis. Die Qualcomm-Aktionäre werden jetzt nur noch aufgerufen, Broadcom bei der anstehenden Hauptversammlung eine Mehrheit im elfköpfigen Verwaltungsrat zu geben. Ursprünglich wollte Broadcom über den kompletten Austausch des Aufsichtsgremiums abstimmen lassen.

Qualcomm-Aktionäre hätten sich dafür ausgesprochen, auch bei einer Übernahme für eine gewisse Kontinuität in der Firmenführung zu sorgen, erklärte Broadcom-Chef Hock Tan zur Begründung in der Nacht zum Mittwoch. Wenn Broadcom die Mehrheit im Verwaltungsrat von Qualcomm bekommen sollte, könnte das Gremium den bisherigen Widerstand gegen den insgesamt 146 Mrd. Dollar (118,4 Mrd. Euro) schweren Deal kippen.

Zugleich hatte Tan in einem Interview mit dem Sender CNBC angedeutet, dass Broadcom die Übernahmepläne aufgeben könnte, wenn bei der Hauptversammlung keine Mehrheit im Verwaltungsrat zustande kommt. Am Ende liegt die Entscheidung über den Deal in der Hand der Aktionäre. Die große Mehrheit der Qualcomm-Anteile ist auf viele Finanzfirmen verstreut.

Broadcom hat sich bereits eine Kreditlinie von 100 Mrd. Dollar für die Barkomponente des Gebots gesichert. Die Firma will in einem nachgebesserten Offert pro Qualcomm-Anteil 60 Dollar zahlen plus eigene Aktien im Wert von 22 Dollar drauflegen. Tan hatte bereits betont, dass es keine weitere Nachbesserung des Angebots geben solle.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht