Testergebnisse versprechen Schub für Roches Krebs-Immuntherapie

Zürich (APA/Reuters) - Der Krebs-Immuntherapie Tecentriq des Schweizer Pharmakonzerns Roche winkt nach guten Testergebnissen ein Umsatzschub. In einer spätklinischen Studie der Phase III erwies sich die Arznei gegen Lungenkrebs als wirksam und erreichte eines von zwei Hauptzielen.

In Kombination mit einer Chemotherapie und dem Roche-Mittel Avastin verringerte Tecentriq das Fortschreiten der Erkrankung bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinomen (NSCLC), wie der Pharmakonzern aus Basel am Montag mitteilte. Tecentriq empfiehlt sich damit als Erstbehandlung für die Krankheit. Das Medikament ist bereits für die NSCLC-Therapie zugelassen, allerdings nur, wenn zuvor andere Behandlungen keine Wirkung zeigten.

An der Börse lockten die Testergebnisse zahlreiche Investoren an. Die Roche-Genussscheine schnellten um 5 Prozent auf 241,50 Franken (206,48 Euro) in die Höhe. Das Indexschwergewicht zeichnete damit maßgeblich verantwortlich für den kräftigen Anstieg des Schweizer Leitindex in einem verhaltenen internationalen Börsenumfeld. Für Auftrieb sorgten neben den Resultaten der IMpower150 genannten Tecentirq-Studie auch neue Testergebnisse für das erst in der vergangenen Woche zugelassenen Hämophilie-Medikament Hemlibra. Das Mittel erwies sich bei einer weiteren Patientengruppe als wirksam.

Es sei das bestmögliche Szenario sowohl bei der Tecentriq- als auch der Hemlibra-Studie, erklärten die Analysten von Jefferies. Die Experten von Bernstein sprachen von einer "großen Erleichterung" für die vor allem wegen Tecentriq nervösen Anleger. Die Analysten von Natixis erhöhten das Roche-Kursziel auf 300 von 285 Franken und bekräftigten die Empfehlung "Buy".

Für das zweite Hauptziel der IMpower150-Studie - eine Lebensverlängerung der Patienten - zeigten die ersten Beobachtungen Roche zufolge ebenfalls ermutigende Ergebnisse. Mehr Daten dazu wollen die Schweizer im ersten Halbjahr 2018 veröffentlichen. Die Studie verglich die Wirkung der Dreifachkombination Tecentirq, Avastin plus Chemotherapie mit einer Behandlung durch Avastin plus Chemotherapie.

Roche setzt unter anderem auf seine erste Krebs-Immuntherapie, Hemlibra, und das Medikament Ocrevus gegen Multiple Sklerose, um drohende Einbußen bei drei wichtigen Umsatzbringern aufzufangen: Für die biotechnologisch hergestellten Krebsmedikamente MabThera, Herceptin und Avastin, die gut 40 Prozent des Konzernumsatzes beisteuern, stehen sogenannte Biosimilars in den Startblöcken.

Doch Tecentriq, dem Analysten dieses Jahr etwa 500 Mio. Dollar (423,91 Mio. Euro) Umsatz zutrauen, tut sich bisher schwer gegen die früher auf den Markt gekommenen und besser etablierten Krebs-Immuntherapien Keytruda von Merck und Opdivo von Bristol-Myers Squibb. Die beiden US-Konzerne untersuchen ebenfalls Kombinationstherapien zur Lungenkrebsbehandlung, deren Resultate allerdings erst kommendes Jahr beziehungsweise 2019 erwartet werden. Im Juli hatte ein Rückschlag des britischen AstraZeneca-Konzerns Zweifel am Potenzial von Kombinationen aus Krebs-Immun- und Chemotherapien geweckt.

London (APA/Reuters) - Britische Abgeordnete haben ihre europäischen Kollegen um Mithilfe bei der Aufklärung des Facebook-Datenskandals gebeten. Weil Firmengründer Mark Zuckerberg vor dem EU-Parlament, nicht aber vor dem britischen Parlament aussage, müssten die Europa-Abgeordneten nun die richtigen Fragen stellen, forderte der Vorsitzende des Medien-Ausschusses im britischen Parlament, Damian Collins, am Dienstag.
 

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Britische Abgeordnete wollen von Zuckerberg Antworten

Hamburg (APA/dpa) - Die Unternehmen in Europa stehen nach einer Analyse im Auftrag des Hamburger Finanzdienstleisters EOS der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eher positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel derjenigen Unternehmen, welche die neue Verordnung als relevant einschätzen, profitieren demnach von höherer Datensicherheit in ihrem Forderungsmanagement, heißt es in einer Mitteilung.
 

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EU-Unternehmen bewerten Datenschutz-Verordnung trotz Bedenken positiv

München/Toulouse (APA/Reuters) - Airbus und die EU wollen mit kleinen Änderungen an staatlichen Darlehen für den Flugzeugbauer drohende Sanktionen der USA umgehen. Airbus und die vier EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien, in denen der Konzern produziert, ziehen damit die Konsequenzen aus dem jüngsten Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) zur Unterstützung der EU für Airbus.
 

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Airbus und EU-Staaten wollen Sanktionen der USA vermeiden