Tesla-Chef Musk teilt gegen "Heuchelei der großen Medien" aus

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Tesla-Chef Elon Musk hat die "großen Medienunternehmen" scharf angegriffen. Die Öffentlichkeit respektiere sie nicht mehr, weil sie "selbstgefällige Heuchelei" betrieben, schrieb der Tech-Milliardär am Mittwoch bei Twitter. Dabei verlinkte Musk auf den Autoblog "Electrek", der einen Analysten mit der Einschätzung zitierte, Teslas Aktien könnten steigen, weil die Negativität ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte und zuletzt "zunehmend unerhebliche" Berichte die Nachrichten dominiert hätten.

In einem Schlagabtausch mit einem Reporter des Tech-Portals "The Verge" behauptete Musk dann, dass niemand mehr der Presse traue. Dies sei auch der Grund, warum US-Präsident Donald Trump gewählt wurde. "Ihr habt eure Glaubwürdigkeit schon vor langer Zeit verloren." Das Problem der Journalisten sei der laufende Druck, Klicks zu maximieren und Werbeerlöse zu verdienen, um nicht gefeuert zu werden. Das sei eine heikle Situation, da Tesla keine Werbung schalte und die Hersteller herkömmlicher Autos zu den größten Anzeigenkunden zählten.

Später kündigte Musk eine Website zur Bewertung des Wahrheitsgehalts von Artikeln an, die einen "Glaubwürdigkeitswert" für Journalisten und Publikationen liefern solle. Er erwäge die Seite "Pravda" zu nennen, was auf russisch "Wahrheit" bedeutet und einst Titel des sowjetischen Parteiblatts war. Musk ließ Twitter-Nutzer dann abstimmen, ob er eine solche Website einrichten solle. Die Auswahloptionen: "Ja, das wäre gut" oder "Nein, Medien sind toll".

Tesla kämpft derzeit mit Problemen beim Anlauf der Serienfertigung seines ersten Mittelklasse-Elektroautos Model 3, dessen Produktionsziele mehrfach verfehlt und verschoben wurden. Musk hat in der Vergangenheit auch schon gegen Investoren ausgeteilt, die auf einen Kursverfall der Tesla-Aktie wetten. Nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen lehnte er kritische Fragen von Analysten in einer Konferenzschaltung ab, weil er sie zu langweilig fand.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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