Telekomkonzern BT Group im Tagesgeschäft weiter unter Druck

London (APA/dpa-AFX) - Der britische Telekomkonzern BT Group hat im Tagesgeschäft weiter einen schweren Stand. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (Ende März) sorgten vor allem die anhaltenden Probleme in der IT-Sparte für einen konzernweiten Umsatzrückgang von 3 Prozent auf 5,97 Mrd. Britische Pfund (6,8 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Freitag in London mitteilte.

Analysten hatten sich mehr ausgerechnet. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging wie erwartet um 2 Prozent auf 1,83 Mrd. Pfund zurück - unter anderem wegen höherer Rabatte für Smartphones und Tablets.

Unter dem Strich kam dem britischen Branchenprimus zugute, dass er nicht mehr so viel Geld für den Bilanzskandal in Italien aufwenden musste, der im vergangenen Geschäftsjahr aufgeflogen war. Der Gewinn kletterte um rund ein Drittel auf 501 Mio. Pfund. Die Deutsche Telekom ist mit 12 Prozent größter Anteilseigner von BT, was dem deutschen Konzern im vergangenen Jahr durch den Pfundverfall nach dem Brexit-Entscheid sowie durch den Aktienkursrutsch nach den Bilanzproblemen in Italien milliardenschwere Abschreibungen eingebrockt hatte.

Dabei lief das Mobilfunkgeschäft des Anbieters Everything Everywhere für BT noch recht ordentlich, der Erlös der Sparte kletterte um 4 Prozent. Durch den Verkauf des früheren Gemeinschaftsunternehmens an BT war die Deutsche Telekom an ihr großes Aktienpaket bei den Briten gekommen. Spekuliert wird am Markt zudem seit längerem, die Konzerne könnten mit ihren IT-Sparten ebenfalls näher aneinanderrücken. Auch T-Systems hat Probleme, im harten Wettbewerb genug lukrative Aufträge an Land zu ziehen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor