Telekomfirma Telia verkaufte Spotify-Beteiligung vor Börsengang

Stockholm (APA/Reuters) - Der schwedische Telekom-Konzern Telia hat seinen Anteil am weltgrößten Musik-Streamingdienst Spotify abgestoßen. Die Beteiligung sei für 272 Millionen US-Dollar (rund 219,4 Mio. Euro) an institutionelle Investoren verkauft worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die beiden Unternehmen hätten ihre strategische Partnerschaft beendet.

Telia hatte 1,4 Prozent an Spotify im Juni 2015 für 115 Millionen Dollar erworben. Seitdem hat sich die Firma nach und nach von ihrem Investment getrennt.

Spotify will am Dienstag nach Ostern sein Börsendebüt in New York feiern. Das Unternehmen hat einen ungewöhnlichen Weg dafür gewählt. Spotify will mit der Börsennotiz nur eine Plattform für seine Investoren schaffen, Spotify-Aktien zu handeln. Die spät an Bord gekommenen Startup-Investoren können ihre Darlehen dabei in Aktien tauschen.

Deshalb wird es auch keinen Ausgabepreis für die Papiere geben. Die Investmentbank Morgan Stanley wurde nur dafür engagiert, Kauf- und Verkaufsaufträge zu bündeln und den ersten Kurs zu stellen. Damit soll gewährleistet werden, dass es zum Handelsstart keine allzu großen Wertschwankungen der Aktie gibt. Das schwedische Start-up war in der jüngsten Finanzierungsrunde mit rund 20 Milliarden Dollar bewertet worden.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

Newsticker

Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

Newsticker

Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder