Telekom-Prozess - Schönegger beteuerte Schuldlosigkeit

Wien/Graz - Der Grazer ÖVP-Nationalratsabgeordnete Bernd Schönegger, über den die inkriminierte angebliche Parteinfinanzierung abgewickelt worden sein soll, hat in seiner Einvernahme seine Schuldlosigkeit beteuert. Als aktiver Politiker sei er zwar "das interessante Objekt dieses Prozesses", habe mit der ganzen Sache aber nichts zu tun, versicherte er dem Schöffensenat.

Laut Anklageschrift wurde seitens der Telekom Austria (TA) mit Schönegger besprochen bzw. geklärt, "dass die Zuwendung der Telekom an die Grazer Volkspartei über eine Scheinrechnung einer Medienagentur aus dem Vermögen der eTel (eine TA-Tochter, Anm.) geleistet werden würde. Magister Bernd Schönegger war hiermit einverstanden." Der ÖVP-Politiker, der im Herbst 2008 in den Nationalrat einzog, was - wie er nun im Wiener Straflandesgericht zu Protokoll gab - "für viele überraschend kam, auch für mich selber" -, wies dies entschieden zurück.

"Ein toller Titel"

Auf dem Computer des mitangeklagten ehemaligen TA-Bereichsleiters für Public Affairs wurde allerdings ein an Schönegger gerichtetes und diesen belastendes Mail sichergestellt. "Ich habe dieses Email schlicht nicht bekommen", betonte der Politiker, der seit 2005 Geschäftsführer der Grazer ÖVP ist ("Ein toller Titel. In Wahrheit bin ich Bezirksparteisekretär für Graz"). Kenntnis von der verfänglichen Mail habe er erst "aus der Akteneinsicht" erhalten.

Dass die im Grazer Gemeinderatswahlkampf im Jänner 2008 von der ÖVP beschäftigte Werberin ihrem heutigen Geständnis zufolge mit Telekom-Geldern für die Bundes-ÖVP Arbeiten verrichtet hatte, habe er nicht gewusst. Erst nach ihrer Insolvenz und im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen habe sie ihm gegenüber durchblicken lassen, einen "Fehler" gemacht zu haben. Groß nachgefragt habe er nicht, meinte Schönegger: "Ich wollte es nicht im Detail wissen, weil Wissen belastet."

Wien (APA) - Die Chefs der heimischen Luxushotels rechnen heuer im Winter mit besseren Geschäften als im Vorjahr. Fast die Hälfte (45 Prozent) erwartet in der Saison 2017/18, die Anfang November startete, mehr Nächtigungen - 2016/17 war nur ein gutes Drittel (34,5 Prozent) so zuversichtlich. Einen Rückgang befürchten gut 10 Prozent - vor einem Jahr waren es noch 29 Prozent, geht aus einer ÖHV-Umfrage hervor.
 

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Spitzenhoteliers gehen optimistischer in die Wintersaison als 2016/17

Berlin (APA/dpa) - Die Auto- und die Computerindustrie müssen nach Einschätzung von Experten der deutschen Regierung in den nächsten Jahren nicht um eine ausreichende Versorgung mit dem wichtigen Rohstoff Lithium bangen. Das für viele Elektroauto-Batterien oder Smartphone-Akkus unerlässliche Leichtmetall dürfte bis 2025 ohne größere Probleme verfügbar sein.
 

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Kein Engpass an E-Rohstoff Lithium bis 2025

Paris (APA/dpa) - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in Großbritannien eine Verbesserung der beruflichen Ausbildung eingemahnt. Obwohl es im Vereinigten Königreich einen starken Aufschwung mit einer rekordhohen Beschäftigung gebe, bleibe die Produktivität der britischen Arbeitnehmer nach wie vor schwach.
 

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OECD warnt vor Verschärfung des Fachkräftemangels in UK