Telekom hebt Ausblick leicht an - Maut-Einigung drückt Gewinn

Berlin/Bonn (APA/Reuters) - Die Deutsche Telekom hat dank der florierenden Geschäfte ihrer Tochter T-Mobile US ihren Ausblick erneut leicht angehoben. Im Gesamtjahr werde nun mit einem bereinigten Betriebsergebnis (EBITDA) von 23,4 Mrd. Euro gerechnet, teilte das DAX-Unternehmen am Donnerstag mit. Das sind 100 Mio. Euro mehr als bisher prognostiziert.

Da das US-Geschäft fast die Hälfte zum Umsatz beiträgt, ist der Bonner Konzern von Wechselkurseffekten besonders betroffen. Aufgrund des im Jahresvergleich schwächeren US-Dollar fiel der Umsatz im zweiten Quartal um fast drei Prozent auf 18,37 Mrd. Euro, stieg unter Herausrechnung der Währungsentwicklung jedoch um 1,3 Prozent. T-Mobile US befindet sich gerade mitten im Zusammenschluss mit dem kleineren Konkurrenten Sprint.

Ebenfalls bereinigt um Wechselkurseffekte und Sondereinflüsse legte das EBITDA von April bis Juni um vier Prozent auf 5,9 Mrd. Euro zu. Unter dem Strich belastete die Einigung mit dem Bund im jahrelangen Streit über die verspätete Einführung der Lkw-Maut. Die Telekom muss für den Vergleich rund 600 Mio. Euro auf den Tisch legen. Der Überschuss fiel deswegen um 43 Prozent auf 495 Mio. Euro.

Das Problemkind T-Systems kann inzwischen dank eines Großauftrags der Sparda-Gruppe optimistischer sein. Der Auftragseingang kletterte um 42 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Allerdings profitierte die gebeutelte Großkundensparte davon noch nicht im abgelaufenen Quartal. Das bereinigte Betriebsergebnis fiel wegen in Investitionen um elf Prozent auf 121 Mio. Euro. Der neue Spartenchef Adel Al-Saleh will das IT-Geschäft bis 2020 mit Cloud-Angeboten und Sicherheitslösungen wieder profitabel zu machen. Dem Umbau der Sparte sollen 10.500 Stellen zum Opfer fallen, was für deutlichen Unmut im Konzern sorgt. "Wir werden den Konflikt nach der Sommerpause deutlich hochfahren", hatte Verdi-Bundesvorstandsmitglied und Telekom-Aufsichtsratsvize Lothar Schröder angekündigt.

Neben T-Systems treibt die Telekom das Megaprojekt Breitbandausbau in Deutschland um. Anfang August schaltete die Telekom sechs Millionen Haushalte für das sogenannte "Super-Vectoring" mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde frei, bei der herkömmliche Kupferleitungen für höhere Geschwindigkeiten nachgerüstet werden. Die Telekom verspricht, dass bis Ende 2019 rund zwei Drittel der deutschen Haushalte Zugang zu dieser Technologie haben sollen. Konkurrenten kritisieren immer wieder, dass die Telekom mit dem "Vectoring" den Glasfaser-Ausbau verzögert.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren