Telekom Austria- ÖBIB: Ametsreiter-Nachfolge "so schnell wie möglich"

Nach dem überraschenden Abgang von Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter per Ende Juli läuft derzeit hinter den Kulissen die Chefsuche auf Hochtouren. Ein Nachfolger soll "so schnell wie möglich" präsentiert werden, hieß es aus der Staatsholding ÖBIB am Freitag zur APA-Anfrage.

Für Aufregung sorgen zurzeit Medienberichte, wonach die Republik Österreich als Miteigentümer auf den Chefsessel verzichten will und damit dem mexikanischen Telekom-Mehrheitseigentümer America Movil des Milliardärs Carlos Slim das Ruder überlässt. Österreich ist laut Kurier (Freitag-Ausgabe) bereit, den Generaldirektor der Telekom-Konzernholding, für den laut Syndikatsvertrag die ÖBIB das Nominierungsrecht hat, an América Móvil im Abtausch für den Finanzchef abzugeben.

Der scheidende ÖIAG-Chef Rudolf Kemler erklärt im heute erscheinenden FORMAT (26/2015) , dass eine Öffnung des Syndikatsvertrag infolge des Abgangs von Telekom Austria CEO Hannes Amestreiter durchaus sinnvoll sei. Im Syndikatsvertrag der ÖIAG (nun ÖBIB) mit América Móvil wurden unter anderem Mitspracherechte bei der Bestellung des TA-Vorstands für die kommenden zehn Jahre verbrieft, solange die Republik Österreich über 25 Prozent der Aktien an der TA hält.

ÖBIB-Chefin Martha Oberndorfer betont, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde, der Prozess sei noch in einem frühen Stadium. Derzeit bereite die ÖBIB die Entscheidungsgrundlagen vor: "Wir suchen die beste Lösung für die Telekom, um das Unternehmen für die Zukunft optimal aufzustellen", sagte sie dem "Kurier". America Movil hält 59,7 Prozent der Telekom-Anteile, die ÖBIB 28,4 Prozent.

Ametsreiter verlässt am 31. Juli 2015 nach fast 20 Dienstjahren, die letzten sechs als Vorstandschef, den teilstaatlichen Ex-Monopolisten. Der Telekom-Chef hat um eine einvernehmliche vorzeitige Vertragsauflösung ersucht. Sein Vertrag wäre regulär bis 2018 gelaufen, hätte aber auch vorzeitig per Jahresende 2016 gelöst werden können. Per 1. Oktober wird Ametsreiter neuer Chef von Vodafone Deutschland.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

Newsticker

EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

Newsticker

Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

Newsticker

Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia