Telekom-Aufsichtsrat entscheidet über Ametsreiter-Nachfolge

Die Nachfolge von Hannes Ametsreiter, der mit Ende Juli als CEO der Telekom Austria ausscheidet, wird morgen, Freitag, wohl der prominenteste Tagesordnungspunkt bei der Aufsichtsratssitzung des Telekom-Konzerns sein. Auch über eine in den Medien kolportierte Kapitalerhöhung dürften die Aufsichtsratsmitglieder beraten.

Ametsreiter verlässt am 31. Juli nach fast 20 Dienstjahren, die letzten sechs als Vorstandschef, den teilstaatlichen Ex-Monopolisten. Der Telekom-Chef hat um eine einvernehmliche vorzeitige Vertragsauflösung ersucht. Sein Vertrag wäre regulär bis 2018 gelaufen, hätte aber auch vorzeitig per Jahresende 2016 gelöst werden können. Per 1. Oktober wird Ametsreiter neuer Chef von Vodafone Deutschland.

Ametsreiter verlässt das Unternehmen laut "Kurier" freiwillig, laut "Presse" auf Druck des mexikanischen Mehrheitsaktionärs America Movil. Vorschlagen darf den neuen Generaldirektor laut Syndikatsvertrag der zweite Kernaktionär, die Staatsholding ÖBIB, und damit die neue Geschäftsführerin Martha Oberndorfer.

Aus Sicht Telekom-Betriebsratschef Walter Hotz sollte die ÖBIB einen der beiden bisherigen Vorstände, Siegfried Mayrhofer und Alejandro Plater, als Generaldirektor nominieren. Die Telekom Austria habe lange Zeit einen Zweiervorstand gehabt. Das sei ausreichend.

Sollte bis Ende Juli kein Nachfolger gefunden sein, würde der stellvertretende CEO, Alejandro Plater, interimistisch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden übernehmen, hieß es zuletzt.

Zweites wichtiges Thema könnte ein neuerliche Kapitalerhöhung sein. In den Medien ist von bis zu 2,5 Mrd. Euro die Rede. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sagte erst am Montag, dass er davon nichts wisse, es sei noch kein Antrag gestellt worden, von dem er wisse.

Zuletzt hatte die Telekom Austria im November 2014 eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von rund einer Milliarde Euro durchgeführt.

Ob die Republik Österreich - via der Staatsholding ÖBIB - bei einer möglichen Telekom-Kapitalerhöhung mitzieht, hängt laut Schelling davon ab, wofür die Mittel der Kapitalerhöhung eingesetzt werden. Die Republik hält noch 28,4 Prozent an der Telekom Austria. Der Mehrheitseigentümer, die mexikanische America Movil, verfügt über knapp 60 Prozent.

Washington/Peking (APA/dpa) - Mit umfangreichen neuen Strafzöllen heizen die USA und China ihren Handelskrieg an. Die Amerikaner belegten am Montag die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Extrazöllen. Im Gegenzug weitete China seine zusätzlichen Abgaben auf den Großteil seiner US-Importe aus und legte die Handelsgespräche mit Washington auf Eis.
 

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Neue Strafzölle heizen Handelskrieg zwischen USA und China an

London (APA/Reuters) - Der Modekonzern Michael Kors schluckt Insidern zufolge das legendäre italienische Modelabel Versace. Michael Kors habe eine Vereinbarung zur Übernahme der Kontrolle bei Versace unterzeichnet, eine offizielle Ankündigung werde diese Woche folgen, sagten drei mit der Sache vertrauten Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.
 

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Michael Kors übernimmt Kontrolle bei Versace

Wien/Peking (APA) - Immer mehr Chinesen kommen als Touristen nach Österreich. Seit 2010 habe sich das Gästevolumen verfünffacht, sagte die Geschäftsführerin der nationalen Tourismusmarketingorganisation Österreich Werbung (ÖW), Petra Stolba, am Montag vor Journalisten in Wien. "2017 hat Österreich zu den Top-3-Destinationen in Europa gezählt."
 

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Chinesen machen verstärkt Urlaub in Österreich