Telefonieanbieter Nfon zittert sich an die Börse

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Cloud-Telefonieanbieter Nfon hat nach der Senkung der Preisspanne den Sprung an die Börse mit Ach und Krach geschafft. Inklusive Mehrzuteilungsoption seien 6,7 Millionen Aktien zu je zwölf Euro zugeteilt worden, teilte das Münchner Unternehmen am Mittwoch mit.

Damit lag der Ausgabepreis am unteren Ende der Preisspanne, die Nfon am Montagabend wegen der schwachen Nachfrage auf 11,93 bis 14,00 Euro von zuvor 15,60 bis 19,60 Euro gesenkt hatte. Insgesamt brachte der Börsengang rund 80,5 Millionen Euro ein, statt der ursprünglich geplanten bis zu 138 Millionen. Von dem Emissionserlös fließen 50 Millionen an das Unternehmen selbst zur Finanzierung des weiteren Wachstums, der Rest geht an Altaktionäre. Am Freitag will die Firma ihr Debüt auf dem Frankfurter Börsenparkett feiern.

Nfon bietet virtuelle Telefonanlagen an, bei denen die Gespräche über die Internetverbindung abgewickelt werden. Das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern hat nach eigenen Angaben über 15.000 Firmenkunden in 13 europäischen Ländern. 2017 kletterten die Erlöse um 17 Prozent auf 35,7 Millionen Euro und auf Basis des Betriebsergebnisses (bereinigtes Ebitda) knackte Nfon erstmals die Gewinnschwelle. Unter dem Strich fiel aber ein Verlust von zwei Millionen Euro an. Zum Ausgabepreis wird Nfon mit rund 166 Millionen Euro bewertet, der Streubesitz liegt bei voller Ausübung der Platzierungsreserve bei 43,5 Prozent.

Gelungen ist der Gang aufs Parkett dank der Unterstützung des Ankeraktionärs Milestone Venture. Der Wagniskapitalfinanzierer bekam bevorrechtigt Aktien zugeteilt und hält künftig 30,1 Prozent an Nfon. Vor dem Börsengang lag sein Anteil bei 35,8 Prozent.

Begleitet wird der NFon-Börsengang von Berenberg, der Baader Bank und Oddo BHF.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte