Telecom Italia will Festnetzsparte auslagern

Mailand (APA/Reuters) - Telecom Italia erwägt einem Insider zufolge, seine Festnetzsparte in eine eigenständige Gesellschaft auszugliedern. Konzernchef Amos Genish habe das Vorhaben zu Wochenanfang der Regulierungsbehörde Agcom vorgestellt, sagte ein Insider am Dienstag Reuters. Ein Börsengang sei aber nicht im Gespräch.

Italiens größter Telekomkonzern war unter Druck geraten, das von Analysten mit bis zu 15 Mrd. Euro bewertete Netz vom Telefongeschäft abzutrennen und zu modernisieren. Der nun vorgelegte Plan solle den Ausbau der Breitbandnetze in Italien sichern sowie den gleichen Zugang für alle Rivalen ermöglichen und entspreche den Forderungen von Industrieminister Carlo Calenda.

Genish hatte im November betont, Telecom Italia, dessen größter Anteilseigner das französische Medienunternehmen Vivendi ist, wolle die Kontrolle über die Festnetzsparte behalten, müsse es aber nicht vollständig besitzen. Telecom-Italia-Aktien lagen am Dienstag mehr als zwei Prozent im Plus. Die italienische Tageszeitung "Il Messaggero" hatte bereits zuvor von dem Vorhaben berichtet.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker