Tchibo verleiht künftig in Deutschland Baby- und Kinderkleidung

Hamburg (APA/AFP) - Tchibo verleiht künftig in Deutschland Baby- und Kinderkleidung. Ab dem 23. Jänner können Eltern online eine Jacke für 4,00 Euro oder ein T-Shirt für 2,00 Euro im Monat mieten, wie Tchibo am Donnerstag mitteilte. Wenn die Kleidungsstücke nicht mehr gebraucht werden, werden sie zurückgeschickt, gereinigt, aufbereitet und an die nächste Familie versendet.

"Der Mietservice spart Zeit, Geld und Platz und sorgt für Abwechslung im Kleiderschrank", erklärte Nanda Bergstein, Direktorin für Unternehmensverantwortung bei Tchibo.

"Das Angebot gibt es ausschließlich in Deutschland", sagte die Sprecherin von Tchibo/Eduscho in Österreich auf APA-Anfrage.

Das Unternehmen verwies auf eine repräsentative Umfrage, wonach mehr als der Hälfte der Verbraucher am Mieten besonders gefällt, dass zeit- und kostenaufwendige Faktoren wie Weiterverkauf oder Instandhaltung wegfallen. Fast ebenso viele sagten, sie möchten vor allem einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Fast die Hälfte gab an, dass sie durch Mieten immer die neuesten Modelle oder Trends nutzen können. Immerhin 24 Prozent schätzen den Besitz von Produkten demnach künftig als unwichtiger ein.

Tchibo bietet den Mietservice an, weil er "ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer hundertprozentigen Geschäftstätigkeit" sei, wie das Unternehmen erklärte. Tchibo sei bereits jetzt der drittgrößte Anbieter von Bio-Baumwolle weltweit. Auch die Baby- und Kinderkleidung zum Leihen ist demnach nachhaltig hergestellt. Der Versand ist ab einem Bestellwert von 15 Euro kostenfrei, darunter kostet er 1,99 Euro. Es gibt ein 14-tägiges Rückgaberecht.

"Wir sind dabei, unsere Produkte und Prozesse kontinuierlich in Bezug auf den ökologischen, sozialen und ökonomischen Nutzen für unsere Kunden zu verbessern", erklärte Bergstein von Tchibo. Eine lange Nutzung und die Weiterverwertung der Produkte spielten dabei eine wichtige Rolle.

Tchibo betreibt in acht Ländern mehr als tausend Filialen, rund 22.300 Depots im Einzelhandel und nationale Online-Shops. Wöchentlich wechselnd bietet das Unternehmen etwa Kleidung, Schmuck, Haushalts- und Unterhaltungsgeräte an sowie Dienstleistungen wie Reisen und Mobilfunk. Mit rund 12.000 Beschäftigten machte das Unternehmen 2016 rund 3,3 Milliarden Euro Umsatz. 2016 wurde Tchibo auch als nachhaltigstes Großunternehmen Deutschlands ausgezeichnet.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht