Taxi-Protest gegen Uber löst Verkehrschaos in Frankreich aus

Paris - Französische Taxifahrer haben aus Protest gegen den Fahrdienstvermittler Uber zahlreiche Straßen blockiert und ein Verkehrschaos ausgelöst. Auf der Ringautobahn um die Hauptstadt Paris legten Streikende am Donnerstagmorgen Feuer, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Behinderungen gab es auch an Bahnhöfen und den beiden großen Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly. Hier wurden Zufahrtsstraßen blockiert.

Die Wut der Taxifahrer richtet sich gegen das Angebot UberPop, mit dem sich Privatleute ohne Lizenz mit ihren Autos als Fahrer anbieten können. Dies ist in Frankreich nach Angaben der Regierung illegal, trotzdem sind Wagen unterwegs. In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Aggressionen zwischen Taxifahrern und UberPop-Fahrern gekommen.

Auch in Deutschland hatten Taxiverbände erbittert gegen Uber gestritten. Der Dienst UberPop wurde dort für rechtswidrig erklärt. Uber versucht nun einen Neustart nach deutschen Regeln mit dem Dienst uberX, bei dem Fahrer die nötigen Genehmigungen haben und die Fahrzeuge offiziell als Mietwagen zugelassen sind.

In Frankreich hatten Taxigewerkschaften zum unbefristeten Streik aufgerufen, um die Regierung zu einem härteren Vorgehen gegen die aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz zu zwingen. "Seit zwei Jahren sagt die Regierung, dass sie etwas machen will. Sie machen nichts", empörte sich ein Taxifahrer im Sender BFMTV.

Dabei kam es nach Medienberichten vereinzelt zu Übergriffen. Die US-amerikanische Sängerin Courtney Love klagte auf Twitter, ihr Wagen sei in Paris angegriffen worden. "Sie schlagen die Autos mit Metallstangen. Ist das Frankreich? In Bagdad bin ich sicherer", schrieb die 50-Jährige.

Uber hatte vor kurzem angekündigt, sein Angebot auf drei weitere Städte auszuweiten. Die US-Firma verweist darauf, dass der Rechtsstreit über das erst im Herbst beschlossene Verbot noch laufe.

Innenminister Bernard Cazeneuve hatte vor dem Aktionstag der Taxifahrer zur Ruhe aufgerufen. Am Donnerstag wies er den Polizeipräfekten von Paris an, den Dienst UberPop zu verbieten, wie dies in anderen Departements schon geschehen ist. Die Regierung verweist allerdings darauf, dass die Verbote durchgesetzt werden müssen und dies Zeit brauche. Das Angebot UberX mit lizenzierten Chauffeurdienst ist weiterhin zugelassen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London