Tankstellen-Doppler: Bei E-Mobilität "fehlt es hinten und vorne"

Wien/Wels (APA) - "Die Auslastung ist ein Drama", sagt Werner Zierhut, Geschäftsführer des Welser Tankstellenbetreibers Doppler, der bundesweit sieben Schnellladestationen für E-Autos betreibt. Eine Station koste 150.000 Euro, "damit dann ein Kunde pro Tag vorbeikommt", so sein ernüchterndes Fazit. Wobei es schon eine Herausforderung sei, überhaupt einen Stromanbieter zu finden, der derartige Stationen anschließt.

Dass Elektromobilität die Zukunft ist, zweifelt Zierhut nicht an, es gebe aber noch viel zu viele offene Fragen. Er verglich es heute mit einer großen Tube Ketchup: "Man drückt drauf, aber weiß nicht, wann und wie viel kommt." Eine Alternative wäre hier der Gasantrieb, denn diese Technologie gebe es schon jetzt ausgereift.

"Bei der Elektromobilität fehlt es hinten und vorne", so Zierhut, der darin ein Versagen der Politik sieht. Und nicht nur bei der Elektromobilität. Dass beim Dieselskandal nun Hersteller wie Autobesitzer über die Klinge springen sollen, sei nicht einzusehen. Vielmehr müsse hier der Staat, wenn er denn eine Senkung der Emissionen anstrebt, einspringen. Im Übrigen werde das Zurückdrängen des Diesels gegenüber dem Benziner die Staaten vor ein großes CO2-Problem stellen, da die Selbstzünder mehr Kohlendioxid ausstoßen. "Wir sollten hier wieder zur Rationalität zurückkehren", so der Manager heute bei der Jahresbilanzpressekonferenz in Wien.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los