Tankstellen-Doppler: Bei E-Mobilität "fehlt es hinten und vorne"

Wien/Wels (APA) - "Die Auslastung ist ein Drama", sagt Werner Zierhut, Geschäftsführer des Welser Tankstellenbetreibers Doppler, der bundesweit sieben Schnellladestationen für E-Autos betreibt. Eine Station koste 150.000 Euro, "damit dann ein Kunde pro Tag vorbeikommt", so sein ernüchterndes Fazit. Wobei es schon eine Herausforderung sei, überhaupt einen Stromanbieter zu finden, der derartige Stationen anschließt.

Dass Elektromobilität die Zukunft ist, zweifelt Zierhut nicht an, es gebe aber noch viel zu viele offene Fragen. Er verglich es heute mit einer großen Tube Ketchup: "Man drückt drauf, aber weiß nicht, wann und wie viel kommt." Eine Alternative wäre hier der Gasantrieb, denn diese Technologie gebe es schon jetzt ausgereift.

"Bei der Elektromobilität fehlt es hinten und vorne", so Zierhut, der darin ein Versagen der Politik sieht. Und nicht nur bei der Elektromobilität. Dass beim Dieselskandal nun Hersteller wie Autobesitzer über die Klinge springen sollen, sei nicht einzusehen. Vielmehr müsse hier der Staat, wenn er denn eine Senkung der Emissionen anstrebt, einspringen. Im Übrigen werde das Zurückdrängen des Diesels gegenüber dem Benziner die Staaten vor ein großes CO2-Problem stellen, da die Selbstzünder mehr Kohlendioxid ausstoßen. "Wir sollten hier wieder zur Rationalität zurückkehren", so der Manager heute bei der Jahresbilanzpressekonferenz in Wien.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht