Tankstellen-Doppler: Bei E-Mobilität "fehlt es hinten und vorne"

Wien/Wels (APA) - "Die Auslastung ist ein Drama", sagt Werner Zierhut, Geschäftsführer des Welser Tankstellenbetreibers Doppler, der bundesweit sieben Schnellladestationen für E-Autos betreibt. Eine Station koste 150.000 Euro, "damit dann ein Kunde pro Tag vorbeikommt", so sein ernüchterndes Fazit. Wobei es schon eine Herausforderung sei, überhaupt einen Stromanbieter zu finden, der derartige Stationen anschließt.

Dass Elektromobilität die Zukunft ist, zweifelt Zierhut nicht an, es gebe aber noch viel zu viele offene Fragen. Er verglich es heute mit einer großen Tube Ketchup: "Man drückt drauf, aber weiß nicht, wann und wie viel kommt." Eine Alternative wäre hier der Gasantrieb, denn diese Technologie gebe es schon jetzt ausgereift.

"Bei der Elektromobilität fehlt es hinten und vorne", so Zierhut, der darin ein Versagen der Politik sieht. Und nicht nur bei der Elektromobilität. Dass beim Dieselskandal nun Hersteller wie Autobesitzer über die Klinge springen sollen, sei nicht einzusehen. Vielmehr müsse hier der Staat, wenn er denn eine Senkung der Emissionen anstrebt, einspringen. Im Übrigen werde das Zurückdrängen des Diesels gegenüber dem Benziner die Staaten vor ein großes CO2-Problem stellen, da die Selbstzünder mehr Kohlendioxid ausstoßen. "Wir sollten hier wieder zur Rationalität zurückkehren", so der Manager heute bei der Jahresbilanzpressekonferenz in Wien.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte