Talanx will nach Sturmschäden 2018 wieder mehr Gewinn machen

Hannover (APA/dpa) - Eine Serie von Naturkatastrophen im dritten Quartal hat den Versicherungskonzern Talanx schwer belastet - 2018 soll das alte Gewinnniveau aber wieder in Reichweite sein. Der scheidende Chef Herbert Haas peile für das kommende Jahr einen Überschuss von rund 850 Mio. Euro an, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Eben diesen Betrag hatte der Versicherer aus Hannover mit Marken wie HDI vor der Hurrikan-Serie und den Erdbeben in Mexiko ursprünglich schon für 2017 prognostiziert. Die Prognose für 2018 stehe aber unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben.

Im laufenden Jahr dagegen überstiegen die Kosten für Großschäden bereits nach neun Monaten das Budget für das Gesamtjahr. Insgesamt belasteten die Folgen von Naturkatastrophen die Gruppe mit 1,045 Mrd. Euro. Im vierten Quartal hat der Versicherungskonzern nach Angaben von Haas weitere 275 Mio. Euro dafür eingeplant.

Ende Oktober hatte der Versicherer, dem gut die Hälfte der Anteile am weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück gehören, sein Gewinnziel kassiert. Grund waren die Zerstörungen durch die Stürme "Harvey", "Irma" und "Maria" sowie die Erdbeben in Mexiko. Statt 850 Mio. Euro soll der Überschuss nun 650 Mio. Euro erreichen.

In den ersten neun Monaten verdiente Talanx unter dem Strich 444 Mio. Euro - gut 30 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Damit sei man allerdings "ganz solide aufgestellt", betonte Haas. Die Prämien wuchsen konzernweit währungsbereinigt um 6,7 Prozent auf 25,2 Mrd. Euro. Im dritten Quartal bedeuteten die Naturkatastrophen für die Hannoveraner einen Verlust von 19 Mio. Euro - nach einem Gewinn von 233 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Neben der Rückversicherungssparte hatte die Industrieversicherung mit den Stürmen und Beben zu kämpfen. Unter dem Strich verbuchte der Bereich im dritten Quartal einen Verlust von 98 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Gewinn von 41 Mio. Euro gegeben.

Kürzlich hatte Talanx angekündigt, dass der für das internationale Geschäft mit Privat- und Firmenkunden zuständige Vorstand Torsten Leue (51) neuer Vorstandschef werden soll. Er soll im Mai Haas ablösen, der in den Aufsichtsrat wechseln will. Dem "Handelsblatt" sagte Leue, der Konzern sei gut positioniert, müsse aber "schneller agieren in dieser von Digitalisierung und Verdrängungswettbewerb geprägten Welt". Haas betonte, er erwarte keinen Widerstand der Aktionäre gegen seinen Wechsel in das Kontrollgremium.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne