Syrien: Islamisten verhindern Weizenlieferung an Irak

Abu Dhabi, 09. Sep (Reuters) - Syrien hat einem Insider zufolge wegen der Bodengewinne des Islamischen Staates (IS) die Lieferung von 200.000 Tonnen Weizen in den Irak absagen müssen. Das im Juni vereinbarte Geschäft sei wegen der Sicherheitslage geplatzt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Kreisen der staatlichen Syrischen Getreideagentur Hobub. Der 2013 geerntete Weizen werde weiter in Silos in Hassaka gelagert, 50 Kilometer von der Grenze zur irakischen Provinz Nineweh entfernt. Diese wurde nur Tage nach dem Abschluss der Vereinbarung von den IS-Islamisten überrannt. Dem Insider zufolge gab Hobub den Händlern einen Monat Zeit, um den Weizen nach Syrien zu transportieren. Dies sei ihnen jedoch nicht gelungen.

Der IS hat große Teile des Iraks und Syriens eingenommen und ein grenzübergreifendes Kalifat ausgerufen. In Syrien selbst tobt seit mehr als drei Jahren ein Bürgerkrieg. Experten haben sich deswegen überrascht gezeigt, dass die Regierung in Damaskus überhaupt Weizen exportieren wollte: Es wird erwartet, dass die Ernte in diesem Jahr nur ein Drittel der Vorkriegsmenge erreicht. Allerdings vermuten Händler, dass es für Syrien einfacher sein könnte, den Weizen aus Hassaka an den Irak zu verkaufen statt zu versuchen, es durch die Rebellengebiete in die Hauptstadt zu bringen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro