Syrien: Islamisten verhindern Weizenlieferung an Irak

Abu Dhabi, 09. Sep (Reuters) - Syrien hat einem Insider zufolge wegen der Bodengewinne des Islamischen Staates (IS) die Lieferung von 200.000 Tonnen Weizen in den Irak absagen müssen. Das im Juni vereinbarte Geschäft sei wegen der Sicherheitslage geplatzt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Kreisen der staatlichen Syrischen Getreideagentur Hobub. Der 2013 geerntete Weizen werde weiter in Silos in Hassaka gelagert, 50 Kilometer von der Grenze zur irakischen Provinz Nineweh entfernt. Diese wurde nur Tage nach dem Abschluss der Vereinbarung von den IS-Islamisten überrannt. Dem Insider zufolge gab Hobub den Händlern einen Monat Zeit, um den Weizen nach Syrien zu transportieren. Dies sei ihnen jedoch nicht gelungen.

Der IS hat große Teile des Iraks und Syriens eingenommen und ein grenzübergreifendes Kalifat ausgerufen. In Syrien selbst tobt seit mehr als drei Jahren ein Bürgerkrieg. Experten haben sich deswegen überrascht gezeigt, dass die Regierung in Damaskus überhaupt Weizen exportieren wollte: Es wird erwartet, dass die Ernte in diesem Jahr nur ein Drittel der Vorkriegsmenge erreicht. Allerdings vermuten Händler, dass es für Syrien einfacher sein könnte, den Weizen aus Hassaka an den Irak zu verkaufen statt zu versuchen, es durch die Rebellengebiete in die Hauptstadt zu bringen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne