Syngenta - Starker Dollar drückte zum Halbjahr auf Umsatz und Gewinn

Die Aufwertung des Dollars hat dem Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Umsatz schrumpfte im ersten Halbjahr um 10 Prozent auf 7,6 Mrd. Dollar (7 Mrd. Euro), wie das Unternehmen heute, Donnerstag, in einer Aussendung bekanntgab. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank um 5 Prozent auf 2 Mrd. Dollar.

Unter dem Strich verdiente Syngenta 1,2 Mrd. Dollar. Das waren um 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dennoch schlug sich Syngenta besser als erwartet. Analysten hatten laut der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 7,65 Mrd. Dollar und einem Ebitda von 1,9 Mrd. Dollar gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie lediglich 1,15 Mrd. Dollar vorhergesagt.

Der Umsatzrückgang um 10 Prozent sei auf den Dollar zurückzuführen, da sich die meisten Währungen gegenüber dem "Greenback" abgeschwächt hätten, hieß es bei Syngenta. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 3 Prozent gestiegen. Der Ebitda hätte zu konstanten Wechselkursen gar um 21 Prozent zugelegt.

Es sei gelungen, die Abwertung von Währungen in den Schwellenländern durch gezielte Preiserhöhungen weitgehend zu kompensieren, erklärte Syngenta-Chef Mike Mack. In Kombination mit Währungsabsicherungsgeschäften sei es gelungen, die Auswirkungen der Währungsschwankungen auf den Ebitda abzuschwächen.

Zudem habe das Sparprogramm Wirkung gezeigt. Im ersten Halbjahr habe Syngenta Einsparungen von 104 Mio. Dollar erzielt. "Damit sind wir auf Kurs, um die für 2015 als Ziel gesetzten 265 Mio. Dollar zu erreichen", hieß es weiter.

Zur Abwehrschlacht gegen den US-Riesen Monsanto ließ Syngenta nichts verlauten. Monsanto bietet 45 Mrd. Dollar für Syngenta und eine Gebühr von 2 Mrd. Dollar, sollte eine Übernahme am Widerstand der Kartellbehörden scheitern.

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung:
 

Newsticker

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte