Suppenkocher Campbell beendet Geschäft mit frischen Lebensmitteln

New York/Boston (APA/Reuters) - Der Suppen-Anbieter Campbell Soup muss auf Druck von Hedgefonds das Geschäft mit frischen Lebensmitteln verkaufen und sich auf Dosensuppen und Knabbergebäck konzentrieren. Auch der Verkauf des gesamten Unternehmens sei nicht ausgeschlossen, teilte das Führungsgremium am Donnerstag mit. Unklar ist, ob das Vorhaben den aktivistischen Investor Dan Loeb zufriedenstellt.

Er hatte nach seinem Einstieg Anfang August unmittelbar einen Verkauf gefordert. Die Campbell-Aktien gaben vorbörslich etwas nach.

Das 149 Jahre alte Unternehmen, das unter anderem durch ein Kunstwerk von Andy Warhol weltweit bekannt wurde, kämpft mit ausufernden Kosten und hat seit längerem Schwierigkeiten, neue Kunden zu finden. Der Ausstieg aus dem Geschäft mit frischen Produkten ist eine Abkehr von der Strategie von Ex-Chefin Denise Morrison, die mehr gesunde Nahrungsmittel anbieten wollte. Die Geschäftsbereiche, die nun verkauft werden sollen, kommen auf einen Jahresumsatz von etwa 2,1 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) - etwa ein Viertel der gesamten Erlöse. Campbell wird derzeit an der Börse mit ungefähr zwölf Mrd. Dollar bewertet.

Großaktionäre bei Campbell sind die Enkel des Firmengründers John Dorrance, der Suppenkonzentrat in Dosen erfunden hat. Mary Alice Malone, eine Pferdezüchterin aus Pennsylvania, und ihr Bruder Bennett Dorrance, der Bauunternehmer in Arizona ist, halten zusammen ein Drittel der Aktien und haben einen Verkauf des Unternehmens bisher verhindert. Sie konnten sich dabei auf langfristig orientierte Aktionäre stützen. Allerdings haben in den vergangenen Monaten einige Hedgefonds größere Bestände der Papiere aufgekauft, die weitreichende Veränderungen fordern.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte