Südzucker verdiente mit Biosprit mehr als erwartet

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker, Großaktionär der österreichischen Agrana, hat im 3. Quartal von höheren Preisen für Bioethanol profitiert und deshalb operativ mehr verdient als von Analysten erwartet. Von September bis November des laufenden Geschäftsjahres erzielte Südzucker einen operativen Gewinn von 64 Mio. Euro, nach 27 Mio. Euro im Vorjahr, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Die Schätzungen des Analysten lagen zwischen 30 und 60 Mio. Euro. Die Biosprit-Tochter Cropenergies konnte die Schwäche des Hauptgeschäfts Zucker ausgleichen, wo rückläufige Preise und Absatzmengen zu einem Verlust von 39 Mio. Euro führten.

Südzucker bekräftigte die erst im November angehobene Prognose für das Gesamtjahr 2015/16. Der Umsatz soll mit 6,3 bis 6,5 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 6,8 Mrd. Euro liegen. Der operative Gewinn soll hingegen auf 200 bis 240 Mio. Euro steigen, nach 181 Mio. Euro im Vorjahr. Cropenergies hatte jedoch bereits gewarnt, dass sich der Preistrend für Biokraftstoff aus Rüben und Getreide umkehren wird und einen niedrigeren Gewinn für das Geschäftsjahr 2016/17 prognostiziert. Südzucker-Aktien fielen am Vormittag im MDax um drei Prozent.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne