Südkoreas Zollbehörde ermittelt gegen Korean-Air-Familie

Seoul (APA/dpa) - Die Familie des Vorsitzenden der Fluglinie Korean Air kommt nicht aus den Negativschlagzeilen. Eine Firmensprecherin bestätigte am Dienstag Berichte südkoreanischer Medien, wonach Ermittler der Zollbehörde in den vergangenen Tagen die Zentrale und weitere Büros des Unternehmens durchsucht hätten.

Die Familie von Korean-Air-Chef Cho Yang Ho stehe im Verdacht, Luxuswaren ins Land geschmuggelt zu haben. Korean Air kooperiere mit den Behörden. "Wir werden nach den Untersuchungen unsere Position öffentlich machen", sagte die Sprecherin.

Am Sonntag hatte sich Cho für das Verhalten seiner jüngsten Tochter Cho Hyun Min entschuldigt, weil sie während eines Geschäftstreffens dem Manager einer Werbefirma Wasser ins Gesicht geschüttet haben soll. Cho kündigte an, sowohl Hyun Min als auch ihre ältere Schwester Cho Hyun Ah würden von ihren Managerposten zurücktreten.

Die ältere Schwester hatte vor etwa drei Jahren mit einem Wutanfall in einem Flugzeug der Linie für einen Skandal gesorgt. Nach längerer Abwesenheit wegen der sogenannten Nussaffäre war sie in eine leitende Position beim Hanjin-Konzern zurückgekehrt, zu dem auch Korean Air gehört.

Cho Hyun Ah war im Dezember 2014 in einer Passagiermaschine in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin Nüsse in einem Sackerl und nicht in einer Schale reichte. Als Folge eines Streits wurde das Flugzeug von der Startbahn auf einem Flughafen in New York wieder zum Gate gezogen. Cho wurde im Februar 2015 wegen Gefährdung der Luftfahrtsicherheit zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. In einem Berufungsprozess erhielt sie später eine Bewährungsstrafe.

London (APA/dpa) - Arbeitnehmer aus EU-Staaten müssen womöglich in Zukunft hohe Hürden bei einer Einwanderung nach Großbritannien überwinden. Sie sollten nach dem Brexit denselben Einwanderungsregeln unterliegen wie Migranten von außerhalb der Europäischen Union, empfahl eine von der britischen Regierung in Auftrag gegebene Studie. Experten stellten die Ergebnisse am Dienstag in London vor.
 

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Experten raten London zu harter Linie gegen EU-Migranten nach Brexit

Ratingen/Hongkong (APA/dpa) - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im deutschen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) angehäuft, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte.
 

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Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken

Los Gatos/Berlin (APA/dpa-AFX) - Der Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, zieht in den Verwaltungsrat des Videostreamingdienstes Netflix ein. Die US-Firma erhoffe sich davon "wertvolle Perspektiven und wichtige Einblicke für den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots", erklärte Gründer und Chef Reed Hastings am Dienstag.
 

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Springer-Chef kommt in Netflix-Verwaltungsrat