Stühlerücken im Santander-Management nach Tod von Firmenpatriarch

Madrid - Die spanische Großbank Santander tauscht gut zwei Monate nach dem Tod des Firmenpatriarchen Emilio Botin das Spitzenmanagement aus. Neuer Chef des größten Geldhauses in der Eurozone wird nach Angaben vom Dienstag der bisherige Finanzchef Jose Antonio Alvarez. Er folgt auf Javier Marin, der das Amt knapp zwei Jahre bekleidete.

Mit dem Stühlerücken in der Führungsetage macht die neue Verwaltungsratschefin Ana Botin, die ihren Vater auf dem Posten beerbte, einen mit Spannung erwarteten ersten Schritt, um der Bank ein jüngeres und internationaleres Profil zu verpassen.

Neuer Finanzchef wird Jose Garcia Cantera. Zwei langjährige unabhängige Mitglieder des Verwaltungsrats werden die Bank ebenfalls verlassen. Zudem schuf Botin das neue Amt des führenden unabhängigen Direktors für Bruce Carnegie-Brown, der für das Institut in Großbritannien tätig war. An der Börse kamen die Wechsel gut an: Santander-Aktien zogen in Madrid rund 1,5 Prozent an. "Dies ist ein Zeichen dafür, dass Ana Botin dem Geschäft ihren Stempel aufdrückt und zeigt, was sie vorhat", erklärte ein Analyst in Madrid.

Emilio Botin war im September im Alter von 79 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Mit Ana Botin wird die Bank bereits in der vierten Generation von der Familie Botin geführt. Santander profitiert derzeit von der wirtschaftlichen Erholung in der spanischen Heimat. Für faule Kredite musste das Institut zuletzt deutlich weniger Geld zurücklegen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne