Studie: Unis und FH sollen vor allem ausbilden

Die Österreicher erwarten sich von den Universitäten und vor allem den Fachhochschulen vor allem die "Ausbildung" ihrer Studenten. Das zeigt der am Mittwoch veröffentlichte "Wissenschaftsmonitor". Die Spendenbereitschaft der Österreicher für Wissenschaft ist eher schwach ausgeprägt.

Für die vom Wissenschaftsministerium beauftragte Studie wurden rund 2.000 Personen in zwei Wellen im Sommer bzw. Herbst 2014 vom Institut für Strategieanalysen (ISA) online befragt. 43 Prozent der Österreicher sehen die "Ausbildung" als Haupt-Aufgabe der Unis, mit je 21 Prozent folgen "Lehre, Wissen, Theorie vermitteln" und "Forschung", eine geringe Rolle spielen "Bildung" (zehn Prozent) und "Vorbereitung auf den Beruf" (fünf Prozent). Bei den FH sehen sogar 56 Prozent einen Primärauftrag zur "Ausbildung", alle anderen Punkte bleiben unter zehn Prozent.

Die Spendenbereitschaft der Österreicher für Wissenschaft ist relativ gering: Nur acht Prozent stimmen der Aussage "Ich könnte mir vorstellen, privat Geld für Wissenschaft und Forschung zu spenden" sehr zu, 28 Prozent stimmen "eher" zu. "Da bleibt für jene, die das dann auch real tun, nur ein sehr geringer Anteil über", so ISA-Chef Peter Filzmaier.

Ganz generell sehen die Befragten Österreich als recht ordentlichen Forschungs- bzw. Studienstandort. Filzmaier ortete einen "positiven Grundbefund": "Vieles wird als gut empfunden, aber vor allem als 'eher gut'. Es gibt also Luft nach oben."

Ähnlich äußerte sich Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Man müsse auch die Horizonte der Österreicher erweitern. So wären in der Befragung einige Dinge angegeben worden, die einfach nicht stimmten - etwa dass die Unis vor allem zur Berufsausbildung berufen seien. Auch die Ausgaben für Wissenschaft und Forschung würden als viel zu gering eingeschätzt.

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