Studie - Stärkere Beschäftigung älterer Arbeitskräfte bringt Vorteile

Wien - Länder, in denen ältere Arbeitskräfte stärker eingesetzt sind, haben deutliche Vorteile - für die Staatskasse und für die Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum "Golden Age Index" des Beraters PwC zur Beschäftigung älterer Arbeitskräfte in 34 OECD-Ländern. Österreich hat sich demnach 2013 gegenüber 2007 um zwei Plätze verbessert und liegt nun auf Rang 22.

Für 2003 wird Österreich noch auf Platz 28 gereiht. Den besten Indexwert für 2013 weist Island auf, gefolgt von Neuseeland, Schweden, Israel und Norwegen. An letzter Stelle liegt die Türkei. Auf den hinteren Rängen befinden sich noch Slowenien auf Platz 33, Luxemburg (32), Ungarn (31) und Polen (30). Deutschland lag 2013 auf Rang 18, die Schweiz auf Rang 11.

Angesichts der alternden Bevölkerung in den Industrieländern komme es wesentlich darauf an, dass die Länder ihre älteren Arbeitskräfte besser einsetzten, so Olivia Stiedl von PwC Österreich heute in einer Pressemitteilung. Sie stärkten damit die Wirtschaftsleistung und entlasteten die immer teureren Pensions- und Gesundheitssysteme. Der neue Index zeige, dass eine Politik, die diese Menschen gut ausgebildet und motiviert, so dass sie länger im Arbeitsprozess bleiben, große wirtschaftliche Vorteile mit sich bringe.

Als Empfehlung für die OECD-Länder nennt PwC unter anderem auch weitere Reformen der staatlichen Pensionssysteme. "Maßnahmen wie steuerliche Begünstigungen für Unternehmen, die ältere Arbeitnehmer beschäftigen, höhere Investition in die Umschulung älterer Arbeitskräfte einschließlich des Erwerbs digitaler Fertigkeiten und ganzer Berufsausbildungen sowie die Verschärfung der Gesetze gegen Altersdiskriminierung könnten als Möglichkeiten ins Auge gefasst werden, um den Anteil von Personen über 55 am Arbeitsleben zu verbessern", so Stiedl. In Österreich seien rund 10 Prozent der 65- bis 69-Jährigen beschäftigt, zwischen 55 und 64 Jahren sind es rund 40 Prozent - die Hälfte davon in Teilzeitjobs. Hier gebe es also deutlich Potenzial nach oben.

Gerade jene Länder, die im Golden Age Index weiter unten rangierten könnten, von einer Nachahmung der Politik und Praxis führender Länder sehr profitierten, heißt es in der heutigen Pressemitteilung. Großbritannien (Rang 19) beispielsweise könnte bei einer so hohen Beschäftigungsquote für 55- bis 69-Jährige wie im EU-Musterland Schweden das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund 100 Mrd. Pfund (140,83 Mrd. Euro) steigern.

Unternehmen könnten die Fähigkeiten und Erfahrungen älterer Arbeitskräfte gezielt nutzen, sowohl im laufenden Geschäft als auch im Hinblick auf strategische Fragestellungen und der Ausbildung jüngerer Mitarbeiter, so Stiedl. Höhere Flexibilität, neue Berufsbilder oder Karrierepausen wären wichtige Beiträge dazu, diese Generation einzubinden und länger im Arbeitsprozess zu halten. Schulungen, Beförderungen und Leistungsmanagement dürfen nicht mit 50 enden. Viele älter Mitarbeiter wünschten sich einen "sanften" Ausklang ihres Berufslebens. "Vielleicht erleben wir schon bald den neuen Trend der Teilzeitpensionisten", meint Stiedl.

Der Golden Age Index von PwC ist ein gewichteter Durchschnitt von Indikatoren wie Beschäftigung, Einkommen und Ausbildung, diezeigen welchen Einfluss die über 55-Jährigen Arbeitskräfte auf die Arbeitsmärkte in 34 OECD-Mitgliedern haben.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen