Studie - 45 Prozent der Europäer kaufen Weihnachtsgeschenke spät

Wien - Weihnachtsgeschenke werden vielfach eher spät gekauft: 45 Prozent der Europäer beginnen mit der Suche nach Geschenken erst in der letzten Woche vor Weihnachten, ergab eine MasterCard-Studie. Ein Drittel erledigt den Einkauf einen Monat im Voraus. Gewünscht sind persönliche Geschenke. Bei Gebraucht-Geschenken geht der Trend laut Wiederverkaufsportal reBuy vor allem zu Büchern und Tablets.

94 Prozent der Österreicher glauben, dass es am Wichtigsten ist, ein persönliches Geschenk zu machen, geht aus der MasterCard-Untersuchung hervor, für die mehr als 15.000 Personen in 17 Ländern befragt wurden. Ziel der Studie sei es gewesen, welche Aspekte des Schenkens und Erhaltens von Geschenken erwünscht oder unerwünscht seien und ob die sorgfältige Auswahl unter Zeitdruck leide, heißt es in einer Pressemitteilung von heute, Dienstag. Fast ein Drittel der Europäer glaube, dass Geld ein gedankenloses und geschmackloses Geschenk sei. Nur einer von zehn Teilnehmern gebe zu, Geld zu verschenken.

Als besonders gedankenlose Geschenke würden auch Goldfische (52 Prozent), Haushaltsgeräte (35 Prozent), Bettwäsche (35 Prozent) und Badeprodukte (26 Prozent) erachtet. Männer (34 Prozent) tendierten eher dazu, ihr Geschenke im letzten Moment zu kaufen als Frauen (27 Prozent).

Die Studie zeigt auch unterschiedliche Einstellungen zum Schenken in Europa. Geld zu verschenken werde in Spanien (52 Prozent) und in Italien (45 Prozent) am negativsten gesehen. In Schweden (45 Prozent) und in Polen (36 Prozent) schämten sich die meisten Personen, ein unbedachtes Geschenk verschenkt zu haben. Die Personen, die es am wenigsten bereuten, ein gedankenloses Geschenk gemacht zu haben, seien vorwiegend in Frankreich (12 Prozent) und Belgien (9 Prozent) zu finden. In den Niederlanden (21 Prozent) und in Ungarn (17 Prozent) meinten die wenigsten der Befragten, je ein unbedachtes Geschenk bekommen zu haben.

Die kurzfristigsten Geschenkekäufer seien mit 60 Prozent die Griechen, die ihre Geschenke im Durchschnitt erst eine Woche im Voraus besorgten. Männer aus Belgien oder Polen seien die größten Zögerer, denn 43 Prozent kauften ihre Geschenke in letzter Minute. In England würden 38 Prozent der Befragten bereits einige Monate oder früher mit dem Kaufen von Geschenken beginnen.

Der Gebraucht-Trend setzte sich laut einer forsa-Studie auch zu Weihnachten fort, so das Wiederverkaufsportal reBuy heute in einer Pressemitteilung. Jeder zweite Deutsche sei bereit, etwas Gebrauchtes zu verschenken. Bücher und Tablets stünden auf der gebrauchten Weihnachts-Shoppingliste ganz oben. Bücher würden mengenmäßig am häufigsten gehandelt, vor allem zur Weihnachtszeit.

Heuer hätten sich aber vor allem auch die Technikkategorien wie Smartphones und Tablets enorm weiterentwickelt, so reBuy-Gründer und - Geschäftsführer Lawrence Leuschner. Vor allem die Vorgängermodelle der aktuellen Techniktrends sind gebraucht ein echtes Schnäppchen. "In diesem Jahr sind vor allem das iPhone 5, iPad Mini und die Nintendo Wii besonders beliebt und werden schon jetzt fleißig für Weihnachten gekauft."

58 Prozent der Befragten würden Bücher in diesem Jahr gebraucht unter den Baum legen. Jeder Zweite (51 Prozent) würde auch ein Tablet, einen Laptop oder eine DVD problemlos gebraucht schenken. 49 Prozent der Befragten ziehen es ebenfalls in Betracht, ein Smartphone gebraucht an die Liebsten zu verschenken. Bei gebrauchter Kleidung würde nur jeder Vierte verschenken. Ab der zweiten Dezember-Woche könnten auch Österreicher reBuy.de/reBuy.at genauso nutzen wie die deutschen Kunden.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"