Studie: Ölpreisverfall drückt Produktion der US-Frackingfirmen

Die führenden Frackingfirmen in den USA wollen wegen des Preisverfalls einer Untersuchung zufolge im laufenden Jahr weniger Öl und Gas fördern. Die Produktion dürfte um 5,6 Prozent zurückgehen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Analyse der Pläne von 18 Branchengrößen ergab.

2015 hatten diese Firmen ihre Förderung aus Schiefergestein, die aus Gründen des Umweltschutzes umstritten ist, noch um etwa zehn Prozent in die Höhe geschraubt.

Fachleute bezweifeln jedoch, ob der nun geplante Rückgang der Produktion ausreicht, um den Ölpreis zu stützen. "Das Angebot von Produzenten außerhalb der OPEC muss noch weiter schrumpfen, bevor der Markt sich stabilisiert und sich der Preis erholt", sagte Pavel Molchanov, Analyst beim Beratungshaus Raymond James.

Der Ölpreisverfall macht zwar auch den traditionellen Produzenten zu schaffen. Aber gerade Frackingfirmen leiden darunter, weil ihre Förder-Technik kostspieliger ist. Viele Unternehmen der Branche hatten deswegen zuletzt ihre Investitionen gedrosselt und lassen die Arbeit an neuen Förderstätten ruhen. So werden derzeit nach Angaben des Öl-Dienstleisters Baker Hughes nur 400 Förderstätten genutzt, 2014 waren es noch viermal so viele. Doch zugleich erlaubt den Unternehmen der technologische Fortschritt, mehr Öl aus bekannten Vorräten zu pumpen. Branchenexperte Neil Atkinson von der Internationalen Energieagentur (IEA) rechnet damit, dass die Förderung in den USA binnen weniger Jahre wieder ein Rekordhoch erreicht. "Jeder, der glaubt, die Fracking-Revolution in den USA ist ins Stocken geraten, sollte diese Ansicht überdenken."

Der Ölpreis ist wegen des weltweiten Überangebots in den vergangenen 20 Monaten um 70 Prozent eingebrochen. Viele Förderländer kämpfen deswegen zunehmend mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, besonders schlimm ist die Lage in Venezuela. Saudi-Arabien, Katar, Venezuela und Russland hatten sich zuletzt im Kampf gegen den Preisverfall darauf geeinigt, die Förderung auf dem Niveau vom Jänner einzufrieren. Voraussetzung soll aber sein, dass andere große Förderländer mitmachen.

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Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma