Studie: Konzerne aus Schwellenländern holen deutlich auf

Große Konzerne aus den Schwellenländern holen in atemraubendem Tempo auf und laufen den bestehenden Global Playern zunehmend den Rang ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) "Dueling with Dragons 2.0 - The Next Phase of Global Corporate Competition". Drei von fünf Weltmarktführern werden demnach künftig in den Schwellenländern beheimatet sein.

In der chemischen Industrie stammten bereits jetzt drei der Top-Five-Unternehmen aus Schwellenländern. Bei Baumaschinen werde die gleiche Situation in vier Jahren, in der Automobilzulieferindustrie in 13 Jahren erreicht sein, so Nikolaus Lang, Senior Partner bei der Boston Consulting Group, am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Eigentlich heißt das für die bestehenden Marktführer: 'Game over' - wenn nicht ein radikales Umdenken stattfindet und die Unternehmensstrategie sowohl Kundenwünsche als auch technologische Trends und Marktkräfte genau analysiert und berücksichtigt."

In der Autozulieferindustrie dominierten derzeit die bestehenden Weltmarktführer noch mit 95 Prozent Marktanteil die Branche. Die Unternehmen aus den Emerging Countries sind laut Studie in den vergangenen fünf Jahren aber um 25 Prozent pro Jahr gewachsen.

Die Zahl der in Schwellenländern beheimateten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 1 Mrd. Dollar (892,54 Mio. Euro) habe sich in den vergangenen zehn Jahren auf rund 1.700 verdreifacht.

Um der Herausforderung begegnen zu können und global wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchten die Industriekapitäne ein sehr klares Verständnis der Marktkräfte, der technologischen Trends und der sich rasch ändernden Kundenwünsche. "Eine Unternehmenstransformation wird in vielen Fällen notwendig sein", so Lang.

Für die Studie hat BCG mit mehr als 100 Managern und Industrieexperten in China, Indien und Lateinamerika Interviews geführt und Strategien sowohl für die etablierten als auch für die aufstrebenden neuen Global Players erarbeitet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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