Studie - Frauen in Vorständen von Unternehmen bleiben Ausnahme

Trotz intensiver Debatten über mehr Frauen in Führungspositionen bleibt ihr Anteil in Spitzengremien der Wirtschaft eher eine Ausnahme. Ende vergangenen Jahres lag der Frauenanteil in den Vorständen der 200 größten Unternehmen bei gut fünf Prozent, wie aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht. Dies entspreche 47 von insgesamt 877 Vorstandsposten und sei gerade ein Prozentpunkt mehr als im Jahr davor.

Bei Betrachtung nur der 100 größten Unternehmen ist der Frauenanteil in den Chefetagen sogar von knapp fünf auf gut vier Prozent gesunken. Etwas besser vertreten sind Frauen der Studie zufolge in Aufsichtsräten: Sowohl in den Top-200- als auch in den Top-100-Unternehmen ist ihr Anteil im Jahr 2014 um rund drei Prozentpunkte auf jeweils etwa 18 Prozent gestiegen. Höher lag er mit knapp 25 Prozent in den 30 im Deutschen Aktienindex (DAX) vertretenen Firmen. Hier wirke sich offenbar die Diskussion über die Frauenquote aus, vermutet DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst.

Die Expertin kritisierte, in den Vorständen habe sich praktisch nichts getan. "Sie bleiben männliche Monokulturen, trotz der Selbstverpflichtung zu mehr Frauen in Führungspositionen, die die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft im Jahr 2001 eingegangen sind."

Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin hat das DIW den Frauenanteil in mehr als 500 Unternehmen, Banken und Versicherern untersucht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte