Studie: EU-Austritt kostet Großbritannien bis zu 313 Mrd Euro

Ein Abschied aus der Europäischen Union käme Großbritannien einer Studie zufolge teuer zu stehen. Das Bruttoinlandsprodukt könne bis ins Jahr 2030 um bis zu 14 Prozent oder 313 Milliarden Euro niedriger ausfallen als bei einem EU-Verbleib, lautet das Fazit einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und des Ifo-Instituts.

Für Deutschland und die restliche EU hingegen würden wirtschaftliche Verluste bei einem sogenannten "Brexit" deutlich geringer ausfallen, heißt es darin. Die Einbußen für die Bundesrepublik würden sich bis 2030 im Falle des Verlustes aller britischen Handelsprivilegien - die sich aus der EU-Mitgliedschaft und den Freihandelsabkommen der EU ergeben - auf knapp 58 Milliarden Euro summieren.

"Schon allein ökonomisch wäre ein Brexit ein Verlustgeschäft für alle in Europa, allen voran für die Briten", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Aart De Geus. "Neben den wirtschaftlichen Folgen wäre dies aber vor allem auch ein herber Rückschlag für die europäische Integration sowie Europas Rolle in der Welt." Jede Weichenstellung durch die Parlamentswahl am 7. Mai hin zu einem EU-Austritt würde die Gemeinschaft schwächen. Premierminister David Cameron hat für den Falle seiner Wiederwahl ein Referendum über den EU-Verbleib in Aussicht gestellt.

"Ein Austritt aus der EU würde dabei vor allem die Kosten des Handels zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich erhöhen und die Handelsaktivitäten verringern", heißt es in der Studie. Einzelne britische Branchen würden unterschiedlich hart getroffen. Die Chemieindustrie könnte dabei fast elf Prozent ihrer Wertschöpfung einbüßen, die Finanzdienstleister knapp fünf Prozent.

Neben den ökonomischen Wachstumsverlusten müssten sich die verbleibenden EU-Staaten auf zusätzliche Mehrausgaben für den EU-Haushalt einstellen. Durch den Ausfall der britischen Beiträge müsste Deutschland als größter Nettozahler jährlich zusätzlich 2,5 Milliarden Euro brutto beisteuern.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch