Studie: Commerzbank muss bei EZB-Stresstest zittern

(Reuters) Die Commerzbank wird ihren Ruf als Wackelkandidatin im Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht los. In einer Studie der Analysten des italienischen Instituts Mediobanca hieß es, Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus dürfte die Prüfung nicht bestehen. Wegen der anhaltenden Ertragsschwäche liege die harte Kernkapitalquote im härtesten Stressszenario wohl nur bei 5,1 Prozent und damit 40 Basispunkte unter dem nötigen Mindestwert, rechneten die Experten vor. Die Commerzbank müsse weiter Risikopositionen abbauen. Dazu zählen etwa große Immobilien- und Schiffskredite, die in der internen "Bad Bank" lagern.

Die Commerzbank wollte sich zu der Studie am Dienstag nicht äußern. Anleger reagierten gelassen. Die Aktie notierte in einem schwächeren Gesamtmarkt nahezu unverändert bei 12,80 Euro. Erst in der vergangenen Woche hatte Goldman Sachs eine Umfrage unter institutionellen Investoren veröffentlicht: Diese gehen davon aus, dass im Zuge des Stresstests unter anderem bei der Commerzbank ein Kapitalloch zutage treten werde. Darauf angesprochen, gab sich Commerzbank-Chef Martin Blessing am Rande einer Bankenkonferenz in Frankfurt gelassen: An seiner Meinung habe sich nichts geändert. Anfang Juni hatte er in einem Interview gesagt, er habe keine Anzeichen dafür, dass es irgendwo Probleme gebe.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne