Studie: Commerzbank muss bei EZB-Stresstest zittern

(Reuters) Die Commerzbank wird ihren Ruf als Wackelkandidatin im Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht los. In einer Studie der Analysten des italienischen Instituts Mediobanca hieß es, Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus dürfte die Prüfung nicht bestehen. Wegen der anhaltenden Ertragsschwäche liege die harte Kernkapitalquote im härtesten Stressszenario wohl nur bei 5,1 Prozent und damit 40 Basispunkte unter dem nötigen Mindestwert, rechneten die Experten vor. Die Commerzbank müsse weiter Risikopositionen abbauen. Dazu zählen etwa große Immobilien- und Schiffskredite, die in der internen "Bad Bank" lagern.

Die Commerzbank wollte sich zu der Studie am Dienstag nicht äußern. Anleger reagierten gelassen. Die Aktie notierte in einem schwächeren Gesamtmarkt nahezu unverändert bei 12,80 Euro. Erst in der vergangenen Woche hatte Goldman Sachs eine Umfrage unter institutionellen Investoren veröffentlicht: Diese gehen davon aus, dass im Zuge des Stresstests unter anderem bei der Commerzbank ein Kapitalloch zutage treten werde. Darauf angesprochen, gab sich Commerzbank-Chef Martin Blessing am Rande einer Bankenkonferenz in Frankfurt gelassen: An seiner Meinung habe sich nichts geändert. Anfang Juni hatte er in einem Interview gesagt, er habe keine Anzeichen dafür, dass es irgendwo Probleme gebe.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte