EY-Studie: Fehlende Digitalisierungsstrategie in der Verwaltung

Wien (APA) - Österreichs öffentlicher Verwaltung mangelt es großteils an einer Digitalisierungsstrategie. Zu diesem Ergebnis kommt die Prüfungs- und Beratungsorganisation EY nach Interviews mit mehr als 30 Verantwortlichen für diesen Bereich. Obwohl die Verwaltung grundsätzlich gut aufgestellt sei, verfüge nicht einmal jede dritte Einrichtung (29 Prozent) über einen verschriftlichten Masterplan.

Grundsätzlich ist das Thema Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung angekommen: Für so gut wie alle Einrichtungen der öffentlichen Hand wie Ministerien oder andere Einrichtungen des Bundes sind digitale Technologien grundsätzlich wichtig (97 Prozent), fast drei Viertel (74 Prozent) bezeichnen diese sogar als sehr wichtig. In sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter sind 61 Prozent der Verwaltungseinrichtungen tätig.

Im aktuellen Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) der EU-Kommission belegt Österreich im Bereich der digitalen öffentlichen Dienste den fünften Platz unter 28 EU-Ländern. Der Bedarf nach zusätzlichen Fähigkeiten im Umgang mit neuen technologischen Möglichkeiten bereitet aber vielen Verantwortlichen Kopfzerbrechen: 58 Prozent fürchten, dass die derzeitigen Kompetenzen nicht ausreichen. Bei 68 Prozent sind derzeit maximal zehn Mitarbeiter mit Digitalisierungsagenden beschäftigt.

Auch die budgetären Mittel sind in vielen Fällen überschaubar: Drei Viertel der Einrichtungen können nur bis zu zehn Prozent des gesamten Budgets für die Digitalisierung verwenden. Das hohe Durchschnittsalter der Mitarbeiter ist eine zusätzliche Bremse für den Ausbau der digitalen Kompetenzen: Bei 68 Prozent machen "Digital Natives" maximal bis zu ein Viertel der Belegschaft aus, bei jedem Vierten sind sogar mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter nicht mit digitalen Technologien aufgewachsen.

Dementsprechend ist die Rekrutierung von qualifiziertem Personal (36 Prozent) die größte Herausforderung im Rahmen der Digitalisierung, die Schulung von bestehendem Personal rangiert auf Platz drei (18 Prozent). Als zweitgrößte Herausforderung identifizieren die Verantwortlichen in der öffentlichen Verwaltung das fehlende Bewusstsein für digitale Technologien (32 Prozent).

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte