Roboter vernichten Jobs - Unctad schlägt neues Lohnmodell vor

Genf (APA/dpa) - Die Ausbreitung von Robotern in der Wirtschaft könnte einer Studie zufolge Arbeitsplätze vernichten und Beschäftigte in Firmen benachteiligen. Gewinne könnten noch stärker Unternehmern statt Mitarbeitern zu Gute kommen, warnt die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad). Sie plädiert in ihrem Investitionsbericht 2017 für ein neues Modell der Entlohnung von Mitarbeitern.

Verhindert werden müsse, dass die erwirtschaftete Rendite vor allem bei den Roboterentwicklern und -besitzern lande, heißt es darin. Eine Option könne sein, Mitarbeiter nach der Rentabilität ihres Unternehmens zu bezahlen. Mache die Firma hohe Gewinne, verdienten die Angestellten mit. So bekämen Mitarbeiter einen Großteil ihres Einkommens aus der Teilhabe am Kapital, nicht aus ihrer Arbeit.

Roboter bedrohten Arbeitsplätze weltweit, aber Verlierer könnten besonders die ärmeren Länder seien, warnen die Unctad-Experten. Die Automatisierung treffe die Weltwirtschaft in ohnehin gedrückter Stimmung. Deshalb fehlten Investitionen in Sektoren, in denen die durch Roboter ersetzten Arbeitskräfte neue Jobs finden könnten. Von der Automatisierung dürften vor allem Länder mit starker Industrie profitieren. Dort werde die Fertigung künftig womöglich konzentriert, so die Experten. Entwicklungsländer, die Fertigung nur im Billiglohnsektor anböten, könnten auf der Strecke bleiben.

Die meisten Roboter stünden in Deutschland, Japan und den USA, so der Bericht. China habe den Einsatz von Roboten seit 2010 vervierfacht. Gemessen an der Bevölkerung habe Südkorea die meisten Roboter.

Die Unctad ist seit 1964 ein ständiges Organ der UN-Vollversammlung. Sie soll den Handel mit Entwicklungsländern fördern. Sie stellt zudem Trends bei ausländischen Direktinvestitionen vor.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden