Studie: Burgenland schneidet im Regionen-Vergleich in Europa gut ab

Eisenstadt (APA) - Das Burgenland schneidet laut einer OECD-Studie im Vergleich europäischer Regionen gut ab. Burgenland sei "eine aufholende Region", stellte Österreichs Botschafterin bei der OECD, Marlies Stubits-Weidinger, Montgabend im Rahmen der "Burgenlandgespräche" in Eisenstadt fest. Ein Vergleich des BIP-Wachstums österreichischer Regionen sehe das Land "auf der Überholspur", so Stubits-Weidinger.

Bei der Produktionssteigerung pro Kopf von 2000 bis 2013 liege das Burgenland an der Spitze. Ein absoluter Spitzenwert werde beim Thema Sicherheit erreicht. Beim Wohlbefinden sei das Burgenland "auf Augenhöhe" mit Regionen wie Flandern, Hessen, Utrecht oder Kopenhagen. Hauptfaktor für den Aufholprozess sei die Nähe zu Städten wie Wien und Graz, sowie auch Sopron, Györ oder Bratislava. Dieses Potenzial gelte es stärker zu nutzen.

Als künftige Schlüsselthemen für das Burgenland nannte die Botschafterin die Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und des Tourismuspotenzials sowie den Ausbau der grenzüberschreitenden Koordination. Auch Forschung und Entwicklung sollten stark gefördert werden.

Burgenland stehe als Grenzland zu weniger entwickelten Nachbarregionen mit deutlich niedrigeren Löhnen bei gleichzeitig höherer Förderkulisse, aber auch angesichts des freien Dienstleistungsverkehrs unter "sehr hohem Konkurrenzdruck", stellte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) fest. Man müsse daher jetzt gute Rahmenbedingungen schaffen, damit die gute Entwicklung nicht zum Stillstand komme. Künftiges Ziel sei es im Hinblick auf die Digitalisierung, neue, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

"Das Burgenland ist ein Best Practice-Modell für die Nutzung von EU-Ziel-1-Fördermitteln", sagte der Präsident des Ausschusses der Regionen, Karl-Heinz Lambertz. Er orte indes "ein krasses Missverhältnis" zwischen dem, was Politiker in Brüssel sagten und dem, was sie "zuhause" von sich geben würden. Es sei wichtig, dass jeder Regionspolitiker sich auch als Europapolitiker sehe, "erst dann können wir von Erfolg sprechen", meinte Lambertz.

Die Burgenlandgespräche setzen das 2001 gestartete "Wirtschaftsforum Burgenland" mit erweitertem Themenspektrum fort. Thema der Veranstaltung am Montag war "Burgenland und EU - eine Region im Vergleich".

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte