Studie: Betrugsversuche mit "Chef-Masche" keine Einzelfälle

Düsseldorf (APA/dpa) - Betrugsversuche mit der sogenannten Chef-Masche sind einer Studie zufolge keine Seltenheit. 40 Prozent von 500 befragten deutschen Firmen berichteten, sie seien in den letzten zwei Jahren zumindest einmal Ziel einer "CEO-Fraud"-Attacke gewesen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten globalen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zum Thema Wirtschaftskriminalität.

Bei der Methode "CEO fraud" (Chef-Betrug) rufen Täter meist in der Buchhaltung von Firmen an und geben vor, der Geschäftsführer (Chief Executive Officer/CEO) zu sein. Mit geschickten Lügen und technischen Tricks bringen sie Angestellte dann beispielsweise dazu, Firmengeld ins Ausland zu überweisen. Der Umfrage zufolge hatten die Kriminellen in fünf Prozent der Fälle Erfolg.

Prominentes Opfer ist der österreichische Flugzeugzulieferer FACC, dem Anfang 2016 ein Schaden von rund 50 Mio. Euro entstanden war. Nach Einschätzung von PwC handelt es sich bei den Attacken nicht um wenige spektakuläre Einzelfälle, sondern um eine systematisch angewandte Betrugsmethode.

Das Phänomen "CEO fraud" falle der Polizei seit drei bis vier Jahren verstärkt auf, hatte der Vizepräsident des deutschen Bundeskriminalamts, Peter Henzler, unlängst gesagt. Manch betrogener Firmenchef melde sich aus Angst vor Imageverlust allerdings nicht bei der Polizei.

Im Visier der Betrüger sind Henzler zufolge oft Mittelständler. Ein erfolgreicher Betrug um einen zweistelligen Millionenbetrag könne eine solche Firma an die Grenze ihres wirtschaftlichen Bestandes führen.

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