Stromnetze nötig für Digitalisierung: Investments steigen tendenziell

Die Stromnetze leisten einen hohen Beitrag zum BIP, und Investitionen in diesem Sektor sind unabdingbar für den Strukturwandel Richtung digitale Wirtschaft. Dies erklärte Wirtschaftsforscher Christian Helmenstein am Mittwoch in einem Pressegespräch mit E-Control-Vorstand Martin Graf, der 5,7 Mrd. Euro Netz-Investments von 2015 bis 2020 erwartet. Der Anreiz für die Netzbetreiber sei ausreichend.

Graf geht davon aus, das die Gesamtinvestitionen der Stromnetzbetreiber tendenziell steigen und sich damit von zuletzt rund 700 Mio. Euro im Jahr in Richtung eine Milliarde Euro bewegen werden. In der noch bis Ende 2018 laufenden Regulierungsperiode gebe es umfassende Anreize, in diese Infrastruktur zu investieren. Jedes Investment werde mit 6,42 Prozent Zinssatz abgegolten (9 Prozent für einen 40-prozentigen Eigenkapitalanteil und 4,7 Prozent fürs Fremdkapital). Grund für eine "Sonderbehandlung" für Investment in "intelligente Netze" (Smart Grids) sieht der E-Control-Vorstand nicht, das sei inhärent im Anreizsystem enthalten. Die Effizienz der Netzbetreiber sei gestiegen, pro futuro könne man von stabilen Netztarifen ausgehen, so Graf.

Der Betrieb des heimischen Stromnetzes schafft eine jährliche Wertschöpfung von rund 2,54 Mrd. Euro - das sind etwa 0,86 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) - und sichert mehr als 20.000 Jobs im Land, hat eine Studie Helmensteins vom Economica-Institut für Wirtschaftsforschung ergeben. Dabei wurden im Auftrag der Regulierungsbehörde E-Control die 30 größten heimischen Stromnetzbetreiber untersucht.

Die Hälfte der Wertschöpfung wird direkt bei den Netzbetreibern generiert, mehr als eine Milliarde bei den Zulieferern und 250 Mio. Euro durch induzierte Effekte, sogenannte Einkommenseffekte. Damit seien die Wertschöpfungseffekte durch den Netzbetrieb höher als in der Tiefbaubranche (2,2 Mrd. Euro) und im Telekom-Sektor (2,4 Mrd. Euro). Von den so abgesicherten 20.200 Jobs entfällt laut Helmenstein mit 4.000 der Großteil auf Wien, gefolgt von Tirol, OÖ, NÖ. Zudem liefern die 30 Top-Netzbetreiber jährlich 550 Mio. Euro lohnabhängige Steuern und SV-Beiträge ab.

"Ohne Investitionen in die Stromnetze wird es den Strukturwandel Richtung Digitalisierung in Österreich nicht geben", warnte Helmenstein. Leider gebe es da ständig Verzögerungen - frühere Rechnungen hätten die negativen Effekte daraus mit 6,3 Prozent der jährlichen Investitionskosten beziffert, nun dürfte es durchs niedrige Zinsniveau etwas weniger sein. Auch Graf sähe es als positiv an, wenn Österreich auch in Bezug auf die Netze beim technologischen Wandel weiter einen Spitzenplatz belegen kann. Zur Beschleunigung solcher Investitionen im öffentlichen und überregionalen Interesse sei das Infrastrukturgesetz geschaffen worden, erinnerte Graf, zudem seien Infrastruktur-Investitionen auch Thema beim letzten Arbeitsmarktgipfel gewesen. Insofern sei die von der E-Control beauftragte Studie auch als Appell an die Eigentümer zu verstehen, dass Netzinvestments wichtig sind. Die Kosten der Studie wollte man nicht beziffern; Helmenstein betonte, Economica sei ein gemeinnütziges Forschungsinstitut.

Lieboch/Wien (APA) - Die Zeta Biopharma GmbH mit Sitz in Lieboch bei Graz hat nach eigenen Angaben einen Großauftrag vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim erhalten. Der Auftrag übersteige deutlich die 25 Mio. Euro-Grenze und umfasst neben Anlagenplanung die Lieferung der Bioreaktoren für die Biotech-Produktionsanlage am Boehringer Regional Center Vienna.
 

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Steirische Zeta Biopharma mit Großauftrag von Boehringer Ingelheim

Dublin (APA/dpa) - Beim irischen Billigflieger Ryanair kündigt sich der erste Pilotenstreik der Geschichte an. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat am Dienstag zu Streiks an den deutschen Basen aufgerufen. Zuvor hatten bereits Gewerkschaften in Italien und Portugal für Arbeitskämpfe mobilisiert. An der Basis Dublin haben sich irische Piloten per Urabstimmung für einen Streik ausgesprochen.
 

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Deutsche Ryanair-Piloten wollen streiken - Europaweite Aktion

Wien (APA) - Der Automarkt boomt in Österreich. Bis November wurden heuer 327.669 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, um 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Damit lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen einen Monat vor Jahresende nur um rund 2.000 Stück unter jener des Gesamtjahres 2016. Im Monat November betrug der Anstieg 16 Prozent.
 

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Automarkt boomt - Pkw-Zulassungen bis November um 7,8 Prozent höher