Streit zwischen China und Taiwan: 50.000 Passagiere ohne Flüge

Peking (APA/dpa) - Im Streit über die Kontrolle des Luftraumes zwischen China und Taiwan bleiben Zehntausende Fluggäste zum chinesischen Neujahrsfest auf der Strecke. 176 zusätzlich geplante Flüge wurden laut chinesischen Fluggesellschaften China Eastern und Xiamen Airlines gestrichen. Über 50.000 Taiwanesen und Chinesen wollten demnach die Verbindungen über die Feiertage Mitte Februar nutzen.

Der Streit war entflammt, als China einseitig neue Luftkorridore für kommerzielle Flüge über dem Seeweg der Taiwanstraße eingerichtet hatte. Die neuen Routen liegen näher als bisher an Taiwan und stellen aus taiwanesischer Sicht ein Sicherheitsrisiko für die Verteidigung der Insel dar. Drei neue Strecken überlappen sich zudem mit taiwanesischen Flugrouten zu den Inseln Matsu und Kinmen vor Chinas Küste, die von Taiwan kontrolliert werden.

Aus Protest hat Taipeh die zusätzlichen Flüge zum Neujahrsfest vorerst nicht genehmigt. Peking lehnt es wiederum ab, Verhandlungen über eine einvernehmliche Lösung für die neuen Flugrouten aufzunehmen. Das Verhältnis zwischen beiden Seiten ist seit dem Amtsantritt der neuen taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen vor zwei Jahren angespannt. Sie hatte die umstrittene Annäherungspolitik ihres Vorgängers beendet und geht auf Distanz zu Peking.

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Rückeroberung. Erst seit 2008 gibt es regelmäßige Direktflüge zwischen beiden Seiten.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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Wiener Kino-Gruppe Cineplexx expandiert am Balkan