Streit um Unfalldaten zwischen Allianz Versicherung und Autoindustrie

München (APA/dpa) - Autounfälle werden zum Streitthema zwischen der Allianz und der Autoindustrie: Europas größter Versicherer will verhindern, dass die Hersteller allein über den Zugriff auf Unfalldaten moderner vernetzter Fahrzeuge entscheiden. Deswegen fordert das Unternehmen die Einsetzung eines unabhängigen Treuhänders, bei dem die Daten gespeichert werden sollen.

Ansonsten fürchtet die Allianz wirtschaftliche Nachteile und eine Erschwerung ihrer Arbeit. Kein "Interessenträger" dürfe ausschließlichen Zugang zu diesen Daten haben, forderte Joachim Müller, Chef der Allianz Versicherungs-AG, am Samstag.

Ein Treuhänder soll nach den Vorstellungen des Versicherungskonzerns kein eigenes wirtschaftliches Interesse an Unfalldaten haben, der Zugriff soll möglichst einfach über festgelegte Schnittstellen möglich sein. Der Staat müsse die Kosten regulieren können, und der Treuhänder solle verantwortlich dafür sein, dass die Daten nicht manipuliert werden.

"Die Aufklärung der Unfallursache ist auch für die Allianz von erheblicher Bedeutung, da wir im Schadensfall feststellen können müssen, ob unser Kunde für den Unfall verantwortlich ist", erklärte Müller. "Für keinen der Beteiligten ist es praktikabel, wenn diese Daten ausschließlich im Fahrzeug, beim Hersteller oder im Autohaus abrufbar sind. Die Aufwände und Kosten wären für alle Beteiligten unverhältnismäßig hoch."

Bei dem Streit um die Autodaten geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen. Die Allianz steht keineswegs allein mit ihrer Sorge, dass die Hersteller den Zugriff auf die Fülle geschäftlich wertvoller Autodaten monopolisieren könnten. Der Dachverband der Tüvs hat sich ebenso eingeschaltet wie die Konkurrenten der Allianz bei der HUK-Coburg.

Eine finanziell sehr bedeutende Frage für alle Beteiligten ist beispielsweise, zu welchen Werkstätten Autofahrer gelotst werden. Den Treuhänder fordert die Allianz für die Aufklärung von Unfällen. Sonst soll der Autobesitzer - und nicht der Hersteller - entscheiden können, wer Zugriff auf personenbezogene Daten hat.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne