Streiks bei der Postbank gehen weiter

Bonn - Die Streiks bei der deutschen Postbank gehen weiter: In Nordrhein-Westfalen setzte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihren Ausstand am Montag fort. Etwa 1.500 Beschäftigte seien zu Arbeitsniederlegungen aufgefordert und die Gewerkschaft gehe davon aus, dass mehr als jede zweite der 148 Postbank-Filialen geschlossen bleibe, teilte ver.di mit.

"Die Zukunft der Beschäftigten ist nach wie vor ungewiss", erklärte ver.di-Vertreter Frank Fassin. "Daher wird solange gestreikt, bis wir einen Tarifvertrag mit Kündigungsschutz erreicht haben.

Ver.di verlangt für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020 und eine Lohnerhöhung von fünf Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit. Auch für die Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe sollen betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2020 tariflich ausgeschlossen werden.

Die Gewerkschaft beharrt vor allem auf den Kündigungsschutz, da der Tarifkonflikt zusätzlich dadurch angeheizt wird, dass sich die Deutsche Bank von der Mehrheit der Postbank trennen will. Dies hatte das Kreditinstitut am Freitag bekanntgegeben. Am Montag erklärte die Deutsche Bank, die Postbank solle wieder an die Börse gebracht werden.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma