Streiks verhagelten Lufthansa den Sommer-Ausklang - Swiss legte zu

Frankfurt/Schwechat/Zürich - Die umfangreichen Pilotenstreiks im September haben der Lufthansa den Abschluss der Sommersaison verdorben. Zusammen mit ihren Töchtern Germanwings, Swiss und Austrian Airlines beförderte Europas größte Fluggesellschaft im abgelaufenen Monat 10,25 Millionen Passagiere und damit um 0,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Maschinen ging um 0,7 Prozent auf 83,2 Prozent zurück.

Bei Lufthansa und Germanwings betrug das Passagier-Minus 1,1 Prozent. In den Monaten zuvor hatte die Zahl der Fluggäste noch deutlich zugelegt. Nun entwickelten sich zudem die Ticketpreise im Vorjahresvergleich "deutlich rückläufig".

Die Lufthansa-Piloten hatten Anfang September für zwei Tage die Arbeit niedergelegt, bis das Hessische Landesarbeitsgericht den Streik für unrechtmäßig erklärte. Mehr als 1.000 Flüge fielen aus. Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung ebenfalls nach unten. Konzernweit beförderte die Lufthansa 150.000 Tonnen Fracht und Luftpost, um 6,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Auslastung der Frachträume verschlechterte sich um 4,7 Prozentpunkte auf 63,0 Prozent. Die Lufthansa-Aktie reagierte mit einem Kursrutsch auf die Nachrichten. Am frühen Nachmittag lagen sie mit 3,38 Prozent im Minus.

Etwas anders sieht es bei der Lufthansa-Tochter Swiss aus. Die Schweizer haben von Jänner bis September mehr Passagiere befördert und mehr Flüge angeboten. Die Auslastung der Flugzeuge ging jedoch leicht zurück. Der Swiss-Boykott von Hotelplan zeigt im September keine Auswirkungen. 12,5 Millionen Personen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit Swiss geflogen. Das sind um 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Swiss am Freitag mitteilte.

Auch die Zahl der durchgeführten Flüge hat die Swiss gesteigert: Um 0,3 Prozent auf 110.027. Aufgestockt hat die Swiss auf dem interkontinentalen Streckennetz. Innerhalb Europas blieb die Zahl der Flüge unverändert.

Die Swiss-Flugzeuge waren allerdings etwas weniger voll als im Vorjahreszeitraum: Die Auslastung der Flüge sank leicht von 84 Prozent auf 83,9 Prozent. Deutlich schlechter gefüllt waren die Frachträume bei der Swiss: Der volumenmäßige Frachtladefaktor sank um 3,7 Prozentpunkte auf 75,2 Prozent.

Auch im September konnte die Swiss mehr Passagiere befördern als im Vorjahresmonat: Die Zahl der Passagiere stieg um 0,2 Prozent auf 1,457.180. Der Hotelplan-Boykott führte also nicht zu einem Passagierrückgang.

Der Reiseveranstalter hat sein Verkaufspersonal angewiesen, soweit wie möglich auf Buchungen von Swiss-Flügen zu verzichten. Der Grund ist eine neue Gebühr, welche Swiss und Lufthansa seit Anfang September erheben. Hotelplan hält diese für eine Diskriminierung des Reisebüro-Vertriebskanals und ermuntert daher die Mitarbeitenden auf andere Airlines auszuweichen.

Allerdings merkt Swiss zumindest im Moment nichts davon: Die Fluggesellschaft hatte bereits am Mittwoch auf Anfrage mitgeteilt, dass sie keinen Buchungsrückgang seit der Einführung der neuen Gebühr feststelle.

Bad Homburg (APA/dpa) - Trotz aller Bemühungen um Plastikvermeidung rechnet die Kunststoffbranche damit, dass 2018 in Deutschland deutlich mehr Verpackungen hergestellt werden als im Vorjahr. Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) erwartet einen Mengenzuwachs von 3,9 Prozent auf 4,5 Millionen Tonnen, wie aus ihrem am Montag veröffentlichten Trendbarometer hervorgeht.
 

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Deutscher Verband: Branche erzeugt mehr Kunststoffverpackungen

Wien (APA) - Kapsch TrafficCom hat in den USA die Firma eTrans Systems übernommen. Das ist zwar nur ein kleines Unternehmen mit fünf Mitarbeitern, hat aber viel Know-how im Bereich vernetzter und autonomer Fahrzeuge. Die Lösungen von eTrans seien "Grundlage für ein breites Spektrum an Sicherheits- und Mobilitätsanwendungen", teilte Kapsch am Montag in einer Aussendung mit.
 

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Kapsch TrafficCom kauft in den USA Know-how für autonomes Fahren zu

Wien (APA) - Im Lichte der am Montag begonnenen Warnstreiks in der Metalltechnischen Industrie hat der Arbeitnehmerverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE/FSG) mit noch ernsteren Maßnahmen gedroht, sollte es davor nicht ein "substanzielles Angebot" von der Arbeitgeberseite geben. Gibt es keine Verhandlungsrunde mit einem solchen Angebot "wird es am 19. November richtig ernst", so Wimmer im Gespräch mit der APA.
 

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Metaller-KV: Wimmer: Echtes Angebot oder es wird "richtig ernst"