Streiks in Belgien legen Schnellzugsverkehr nach Deutschland lahm

Ein groß angelegter Streik in Belgien hat am Dienstag den internationalen Bahnverkehr beeinträchtigt und zu Verkehrschaos auf den Straßen des Landes geführt. Die Thalys-Schnellzüge auf der Strecke Essen-Köln-Brüssel-Paris fuhren nicht, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Die ICE-Linie 79 von Frankfurt am Main über Köln nach Brüssel endete demnach in Aachen. Von Köln nach Brüssel waren ersatzweise Busse im Einsatz.

Die Gewerkschaft CGSP hatte die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Belgien für Dienstag zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen. Betroffen ist neben der belgischen Staatsbahn SNCB auch der Nahverkehr, zudem beteiligten sich Fluglotsen, Gefängniswärter und Hafenarbeiter an dem Ausstand. Die Gewerkschaft protestierte damit gegen Sparpläne der Regierung und die Anhebung des Pensionseintrittsalters.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wird es wegen des Streiks auch am Mittwoch Einschränkungen geben. Unter anderem enden zwei aus Paris kommende Thalys-Züge in Köln und fahren nicht weiter nach Dortmund. In umgekehrter Richtung starten die Züge dementsprechend erst in Köln.

Auf den belgischen Straßen bildeten sich Dienstagfrüh Staus mit einer Gesamtlänge von 300 Kilometern. Besonders betroffen von der Arbeitsniederlegung waren der südliche Landesteil Belgiens, die Wallonie, und die Hauptstadtregion Brüssel.

Bereits vergangene Woche hatten rund 60.000 Menschen in Brüssel gegen Arbeitsmarktreformen der Mitte-Rechts-Regierung protestiert. Für den 24. Juni ist der nächste landesweite Streik angekündigt. Die Gewerkschaften kritisieren nicht nur die geplanten Reformen, sondern werfen der Regierung auch fehlende Bereitschaft vor, mit den Gewerkschaften zu kommunizieren.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro