Streiks an mehreren deutschen Amazon-Standorten

Berlin (APA/AFP) - Inmitten der Schnäppchen-Woche rund um die Aktionstage "Black Friday" und "Cyber Monday" hat die deutsche Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten an mehreren Amazon-Standorten in Deutschland zum Streik aufgerufen.

Wie Verdi am Donnerstag mitteilte, traten um Mitternacht bereits die Beschäftigten der Nachtschicht am Leipziger Standort des Online-Händlers in einen Streik, der Ausstand sollte bis zum Ende der Spätschicht andauern. Auch in Koblenz waren die Angestellten am Donnerstag zum Streik aufgerufen.

Verdi fordert eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach den Tarifverträgen des Einzel- und Versandhandels. "Die Cyber-Monday-Woche macht besonders die Widersprüchlichkeit dieses Unternehmens deutlich", erklärte Verdi-Streikleiter Ronny Streich. Eine ganze Woche lang gebe es Rabatte und neue Angebote, gleichzeitig würden den Beschäftigten aber "elementare Rechte wie tarifliche Bezahlung verwehrt". So sei im Handel etwa die Zahlung eines Weihnachtsgeldes in Höhe eines halben Monatslohns üblich.

Löhne, Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld müssten "verbindlich in einem Tarifvertrag" geregelt werden, forderte auch Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Der Ausstand fällt nun in die Zeit der Schnäppchentage "Black Friday" und "Cyber Monday", an denen die Händler mit Sonderangeboten locken. Sie fallen auf diesen Freitag und den kommenden Montag. Auch viele stationäre Händler beteiligen sich daran.

Der Online-Händler Amazon machte gleich eine ganze Woche aus der Aktion und begann damit bereits am Montag. Zu dem Streik in Leipzig erklärte der Konzern am Donnerstag, der Ausstand habe "keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens". Die "überwältigende Mehrheit" der Mitarbeiter arbeite in der Schnäppchenwoche ganz normal.

"Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann", erklärte der Konzern. Das Unternehmen zahle in den Logistikzentren "am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist".

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen