Streik legt Amazon-Logistikzentrum in Spanien lahm

San Fernando/Seattle (APA/AFP) - Erstmals sind Amazon-Beschäftigte in Spanien in einen Streik getreten. Im Logistikzentrum in San Fernando de Henares nahe der Hauptstadt Madrid legten nach Gewerkschaftsangaben in der Nacht auf Mittwoch 98 Prozent der Beschäftigten die Arbeit nieder. Es gebe dort "so gut wie keine Aktivität", sagte Ana Berceruelo von der Gewerkschaft CCOO. "Wir glauben nicht, dass Bestellungen angenommen werden."

Der Ausstand sollte noch bis Donnerstag andauern. An dem Standort arbeiten nach Gewerkschaftsangaben rund 1100 Amazon-Beschäftigte und weitere 900 Menschen über Zeitarbeitsfirmen. Die Streiks richten sich gegen Kürzungen bei den Zulagen für Nachtschichten und Überstunden. Außerdem habe Amazon ein Angebot für Gehaltserhöhungen gemacht, die unterhalb der Inflationsrate liegen, kritisierte die CCOO. Die Arbeiter in dem Logistikzentrum nahe Madrid, wo Pakete für Kunden in Spanien und ganz Europa gepackt werden, hätten seit 2016 keine Lohnerhöhung bekommen.

Amazon selbst erklärte, am "direkten Dialog" mit den Arbeitnehmervertretern festhalten und die bestmöglichen Arbeitsbedingungen bieten zu wollen. Auch in Deutschland gibt es zwischen Amazon und der Gewerkschaft Verdi einen Tarifstreit, der sich mittlerweile seit Jahren hinzieht. Die Gewerkschaft fordert eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach den Tarifverträgen des Einzel- und Versandhandels. Amazon betont stets, es könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker