Strafzölle - WTO-Chef warnt vor Eskalation

Genf (APA/dpa) - Der Chef der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevedo, hat nach neuen US-Strafzöllen gegen China vor einer Eskalation gewarnt. "Ich ermuntere alle Mitglieder, die vielen WTO-Foren zu nutzen, um ihre Probleme vorzutragen und Lösungen zu finden", sagte Azevedo am Freitag, ohne die USA beim Namen zu nennen.

"Aktionen außerhalb dieser kollektiven Prozesse bergen die Gefahr einer Eskalation in einer Konfrontation, die keine Sieger haben wird, und die schnell zu einem weniger stabilen Handelssystem führen kann." Handelsflüsse zu unterbrechen bedrohe die globale Wirtschaft. "Ich rufe zur Zurückhaltung und dringendem Dialog als bestem Weg auf, um diese Probleme zu lösen."

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag ein Dekret zu Strafzöllen und anderen Maßnahmen gegen China im Umfang von etwa 60 Milliarden US-Dollar (48,72 Milliarden Euro) unterzeichnet. Er begründete das mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums. China kündigte umgehend Vergeltung an. Geplant sind Zölle im Umfang von 3 Milliarden Dollar, wie das Pekinger Handelsministerium am Freitag mitteilte.

Trump hatte die WTO am Donnerstag als "Desaster" für die USA bezeichnet. Sein Land werde bei Handelsdisputen unfair behandelt.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los