Strafzölle - WTO-Chef warnt vor Eskalation

Genf (APA/dpa) - Der Chef der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevedo, hat nach neuen US-Strafzöllen gegen China vor einer Eskalation gewarnt. "Ich ermuntere alle Mitglieder, die vielen WTO-Foren zu nutzen, um ihre Probleme vorzutragen und Lösungen zu finden", sagte Azevedo am Freitag, ohne die USA beim Namen zu nennen.

"Aktionen außerhalb dieser kollektiven Prozesse bergen die Gefahr einer Eskalation in einer Konfrontation, die keine Sieger haben wird, und die schnell zu einem weniger stabilen Handelssystem führen kann." Handelsflüsse zu unterbrechen bedrohe die globale Wirtschaft. "Ich rufe zur Zurückhaltung und dringendem Dialog als bestem Weg auf, um diese Probleme zu lösen."

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag ein Dekret zu Strafzöllen und anderen Maßnahmen gegen China im Umfang von etwa 60 Milliarden US-Dollar (48,72 Milliarden Euro) unterzeichnet. Er begründete das mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums. China kündigte umgehend Vergeltung an. Geplant sind Zölle im Umfang von 3 Milliarden Dollar, wie das Pekinger Handelsministerium am Freitag mitteilte.

Trump hatte die WTO am Donnerstag als "Desaster" für die USA bezeichnet. Sein Land werde bei Handelsdisputen unfair behandelt.

Luxemburg/Brüssel (APA) - Der EuGH-Generalanwalt hat der Raiffeisenbank St. Stefan-Jagerberg-Wolfsberg in einem Fall gegen eine kroatische Kreditnehmerin, die den Kredit nachträglich für nichtig erklären lassen wollte, den Rücken gestärkt. Das kroatische Gesetz, wonach Kreditverträge mit ausländischen Kreditgebern rückwirkend bis zu 17 Jahre für nichtig erklärt werden könnten, verstoße gegen EU-Recht.
 

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EuGH-Generalanwalt stärkt Raiffeisen Rücken gegen kroatisches Gesetz

Wien (APA) - Ein Korb mit 131 identen Drogerieprodukten kostet in Wien um 39 Prozent mehr als in München, hat die Arbeiterkammer erhoben. Sie durchstöberte dafür im Oktober 15 Super- und Drogeriemärkte in den beiden Städten.
 

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AK: Korb mit Drogeriewaren in Wien 39 Prozent teurer als in München

Aachen (APA/dpa) - Der deutsche Schmerzmittel-Hersteller Grünenthal hat auf seiner milliardenschweren Einkaufstour den US-Markt ins Visier genommen. Die Firma teilte am Mittwoch in Aachen die Übernahme des US-Vertriebsspezialisten Averitas Pharma mit. Das Unternehmen soll den Verkauf von Schmerzpflastern übernehmen, die etwa bei Gürtelrose genutzt werden.
 

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Pharmafirma Grünenthal übernimmt US-Vertriebsspezialisten