Strafzölle - Türkei bringt Baumwollzölle als Vergeltung ins Spiel

Istanbul (APA/Reuters) - Die türkische Regierung erwägt als Reaktion auf die geplanten US-Zölle bei Stahl und Aluminium Aufschläge bei US-Baumwollimporten. "Angefangen mit der Türkei bereiten sich die von den US-Steuern betroffenen Staaten auf eine Antwort an die USA bei alternativen Gütern vor", sagte Cemil Ertem, ein prominenter Berater von Präsident Recep Tayyip Erdogan, am Dienstag der Zeitung "Milliyet".

Im Falle der Türkei könne dies über die Baumwolle laufen. Zur Höhe der erwogenen Zölle machte Ertem keine Angaben.

Die Türkei ist der achtgrößte Stahlhersteller der Welt und der sechstgrößte Exporteur an die USA. Einem Branchenverband zufolge könnte das Land allerdings auch bei einer Einführung der von US-Präsident Donald Trump geplanten Zölle wegen der geringeren Kosten wettbewerbsfähig bleiben. Die Türkei importierte nach Angaben des Statistikamts 2016 Baumwolle aus den USA im Wert von 519 Mio. Dollar (422 Mio. Euro), was 42 Prozent der Gesamtimporte ausmachte. Die Textilindustrie des Lands beliefert Weltmarken wie Adidas, Zara und Nike.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen