Strafzölle - Türkei bringt Baumwollzölle als Vergeltung ins Spiel

Istanbul (APA/Reuters) - Die türkische Regierung erwägt als Reaktion auf die geplanten US-Zölle bei Stahl und Aluminium Aufschläge bei US-Baumwollimporten. "Angefangen mit der Türkei bereiten sich die von den US-Steuern betroffenen Staaten auf eine Antwort an die USA bei alternativen Gütern vor", sagte Cemil Ertem, ein prominenter Berater von Präsident Recep Tayyip Erdogan, am Dienstag der Zeitung "Milliyet".

Im Falle der Türkei könne dies über die Baumwolle laufen. Zur Höhe der erwogenen Zölle machte Ertem keine Angaben.

Die Türkei ist der achtgrößte Stahlhersteller der Welt und der sechstgrößte Exporteur an die USA. Einem Branchenverband zufolge könnte das Land allerdings auch bei einer Einführung der von US-Präsident Donald Trump geplanten Zölle wegen der geringeren Kosten wettbewerbsfähig bleiben. Die Türkei importierte nach Angaben des Statistikamts 2016 Baumwolle aus den USA im Wert von 519 Mio. Dollar (422 Mio. Euro), was 42 Prozent der Gesamtimporte ausmachte. Die Textilindustrie des Lands beliefert Weltmarken wie Adidas, Zara und Nike.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor