Strafzölle - IWF warnt EU vor Wachstumsrisiken durch Protektionismus

Berlin (APA/Reuters) - Angesichts des Handelskonflikts zwischen der EU und den USA hat IWF-Chefin Christine Lagarde vor Risiken für das europäische Wirtschaftswachstum gewarnt. Der IWF habe für 2018 zwar ein Wachstum von 2,2 Prozent im Euroraum prognostiziert, sagte Lagarde am Montag auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW in Berlin. Aber es drohe kräftiger Gegenwind.

"Denken Sie nur an den Populismus und die auf kurze Sicht angelegten Sirenengesänge des Protektionismus", so Lagarde. Daher gelte es, in "schwerem Fahrwasser" für Orientierung zu sorgen. Der Eurozone komme dabei eine Führungsrolle zu. Die Chefin des IWF erläuterte zudem ihren Vorschlag, "eine Art Fiskalkapazität" zur Stabilisierung der Eurozone zu schaffen. Dabei solle ein Fonds gebildet werden, in den die Mitgliedsstaaten in guten Zeiten Geld einzahlen, um für den Fall einer Rezession gerüstet zu sein.

"Abhängig von der Tiefe des Konjunktureinbruchs könnten Länder dann Geldtransfers erhalten, damit sie mit Haushaltslücken besser zurechtkommen." Im Extremfall könnten auch Kredite vergeben werden, die letztlich aber über künftige Beiträge zurückgezahlt werden müssten. "Diese Fiskalkapazität würde wohl nicht ausreichen, die nächste Krise zu lösen. Aber sie wäre sicherlich hilfreich", sagte Lagarde.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker