Strafzölle - IWF warnt EU vor Wachstumsrisiken durch Protektionismus

Berlin (APA/Reuters) - Angesichts des Handelskonflikts zwischen der EU und den USA hat IWF-Chefin Christine Lagarde vor Risiken für das europäische Wirtschaftswachstum gewarnt. Der IWF habe für 2018 zwar ein Wachstum von 2,2 Prozent im Euroraum prognostiziert, sagte Lagarde am Montag auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW in Berlin. Aber es drohe kräftiger Gegenwind.

"Denken Sie nur an den Populismus und die auf kurze Sicht angelegten Sirenengesänge des Protektionismus", so Lagarde. Daher gelte es, in "schwerem Fahrwasser" für Orientierung zu sorgen. Der Eurozone komme dabei eine Führungsrolle zu. Die Chefin des IWF erläuterte zudem ihren Vorschlag, "eine Art Fiskalkapazität" zur Stabilisierung der Eurozone zu schaffen. Dabei solle ein Fonds gebildet werden, in den die Mitgliedsstaaten in guten Zeiten Geld einzahlen, um für den Fall einer Rezession gerüstet zu sein.

"Abhängig von der Tiefe des Konjunktureinbruchs könnten Länder dann Geldtransfers erhalten, damit sie mit Haushaltslücken besser zurechtkommen." Im Extremfall könnten auch Kredite vergeben werden, die letztlich aber über künftige Beiträge zurückgezahlt werden müssten. "Diese Fiskalkapazität würde wohl nicht ausreichen, die nächste Krise zu lösen. Aber sie wäre sicherlich hilfreich", sagte Lagarde.

Göteborg/Hannover (APA/dpa) - Der schwedische Lastwagenbauer Volvo will mittelschwere Transporter zunehmend auch mit Elektroantrieb anbieten. Ab dem Jahresende könnten zunächst ausgewählte Kunden den neuen E-Lkw der Marke mit einer Nutzlast bis zu 20 Tonnen und einer Reichweite bis zu 300 Kilometern testen, kündigte Produktionschef Jonas Odermalm am Mittwoch an.
 

Newsticker

Lastwagenbauer Volvo setzt zunehmend auf E-Trucks

Wien (APA) - Die Bundesregierung will mehr Menschen in Beschäftigung bringen und hat dazu für heute zu einem Job-Gipfel geladen, erklärte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) nach dem Ministerrat. Zwar herrsche derzeit Hochkonjunktur, gleichzeitig seien die Betriebe aber auf der Suche nach Fachkräften. Die Mittel für Integration in ihrem Ressort werden von 10 auf 20 Mio. Euro aufgestockt.
 

Newsticker

Job-Gipfel - Schramböck will mehr Menschen in Beschäftigung bringen

Tuzla/Sarajevo (APA) - Ein chinesisches Baukonsortium, das 2014 den Zuschlag für den Bau eines neuen 450-Megawatt-Blocks des Kohlekraftwerkes in Tuzla im Wert von 1,5 Mrd. Konvertible Mark (761,61 Mio. Euro) erhielt, zieht sich aus dem Projekt zurück. Das berichtete am Mittwoch das Internetportal "Klix.ba" unter Berufung auf das Konsortium von Gezhouba Group (CGGC) und Guangdong Electric Power Design Institute (GEDI).
 

Newsticker

Chinesisches Konsortium steigt aus bosnischem Mega-Bauprojekt aus