Strafzölle - Deutscher Außenhandelspräsident warnt vor Vergeltung

Berlin (APA/Reuters) - Im Handelskonflikt mit den USA warnt der deutsche Außenhandelspräsident Holger Bingmann vor Vergeltungsmaßnahmen der EU. Bingmann sagte der "Heilbronner Stimme" vom Mittwoch, niemand wolle einen Handelskrieg: "Wir, die deutsche Wirtschaft, schon gar nicht." Es gebe eine spürbare Verunsicherung, weshalb er nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen wolle.

"Die Komplexität der weltweiten Handels- und Finanzströme mit enorm vielen Akteuren macht die Situation so gefährlich", sagte Bingmann: "Ich hoffe, dass niemand überreagiert und etwas Unbedachtes lostritt."

Die EU-Kommission berät am Mittwoch über Gegenmaßnahmen gegen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Schutzzölle auf Stahl und Aluminium. Bingmann mahnte: "Deeskalation tut not! Vergeltungsmaßnahmen sind kein ungefährliches Mittel." Der deutsche Außenhandel unterstütze die Position der Berliner Regierung, jetzt nicht mit gleicher Münze ohne Rücksicht auf Verluste zurückzuzahlen. "Es gilt angemessen und abgestimmt mit den internationalen Partnern im Rahmen der bewährten WTO-Regeln zu reagieren", sagte er: "Und da gibt es auch Schutzmöglichkeiten jenseits von Strafzöllen."

Die Folgen von Strafzöllen könnten dramatisch sein, warnte Bingmann: "Kommt es zu einer Spirale wechselseitig verhängter Strafzölle auf diverse Produkte, kostet das mit Sicherheit eine Menge Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks."

Wien (APA) - Nach einer leichten Abschwächung im September hat der Preisauftrieb in Österreich im Oktober wieder angezogen. Die Inflationsrate ist von 2,0 Prozent im September auf 2,2 Prozent gestiegen. Stärkster Preistreiber waren erneut die Ausgaben für Verkehr, gefolgt von jenen für Wohnung, Wasser und Energie, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.
 

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Inflation stieg in Österreich im Oktober auf 2,2 (2,0) Prozent

Tokio (APA) - Der Tokioter Aktienmarkt hat am Freitag in einem uneinheitlichen Börsenumfeld in Asien den Handelstag mit moderaten Verlusten beendet.
 

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Börse Tokio schließt im Minus

Wolfsburg (APA/Reuters) - In Wolfsburg ist der VW-Aufsichtsrat zusammengekommen, um Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität zu beschließen. Das 20-köpfige Gremium soll grünes Licht für den Plan von Konzernchef Herbert Diess geben, in Deutschland in den nächsten Jahren drei Fahrzeugwerke auf die Produktion von rein batteriegetriebenen Autos umzustellen.
 

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VW-Aufsichtsrat stellt Weichen für Elektromobilität