Strafzölle - Deutsche Industrie warnt EU vor bilateralen Absprachen

Berlin (APA/Reuters) - Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, hat die EU davor gewarnt, allein auf zweiseitige Absprachen mit der US-Regierung über Ausnahmen von den geplanten US-Importzöllen für Stahl und Aluminium zu setzen. "Rein bilaterale Vereinbarungen sind keine Lösung", sagte Kempf der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Ziel müsse vielmehr sein, dass die USA komplett auf die Stahl- und Aluminiumzölle verzichte. "Die EU darf sich nicht erpressen lassen", mahnte Kempf die Europäer. Die US-Regierung hatte der EU, wie auch einigen anderen Länder, eine befristete Verschonung von den Zöllen gewährt. Ob dies dauerhaft wird und welche Gegenleistung die USA dafür verlangen, ist aber noch unklar. Darüber soll demnächst zwischen den beiden Seiten verhandelt werden, wobei die Kompetenz für die Handelspolitik in der Europäischen Union nicht bei den Staaten, sondern der EU-Kommission liegt.

"Die USA untergraben mit ihren Maßnahmen das multilaterale Handelssystem der WTO - das schadet allen, auch den USA selbst", sagte der BDI-Präsident. Das Problem der Überkapazitäten im Stahlbereich betreffe nicht nur die USA, sondern auch andere Regionen der Welt, die EU eingeschlossen. "Die Frage der Überkapazitäten lässt sich nur auf multilateralem Weg lösen", appellierte Kempf. Dazu habe die G-20 unter deutscher Präsidentschaft im vergangenen Jahr bereits wichtige Schritte unternommen. Ursprünglich sollten danach die Stahl-Kapazitätsprobleme in der Welt im Rahmen des Globalen Stahlforums erörtert und gelöst werden. Von diesem Weg war die US-Regierung aber mit ihrer Zollentscheidung abgewichen.

Die Hauptverantwortung für die riesigen Überkapazitäten beim Stahl weltweit und die daraus folgenden Probleme mit Niedrigpreisen wird von den meisten Ländern und Experten China gegeben. Zwar hat das bei weitem wichtigste Stahlproduzentenland zugesagt, Werke stillzulegen. Doch das geht den meisten Konkurrenten viel zu langsam und zu zögerlich.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach