Strabag - William Spiegelberger löst Sigi Wolf im Aufsichtsrat ab

Sesselrücken im Aufsichtsrat des Bauriesen Strabag: Der Amerikaner und Chefjurist des weltgrößten, russischen Aluminiumkonzerns Rusal, William Spiegelberger, tritt die Nachfolge des früheren Magna-Chefs Siegfried Wolf in dem Gremium an. Dies gab Österreichs größter Baukonzern im Anschluss an die Hauptversammlung heute, Freitag, bekannt.

Als Aufsichtsratsmitglied einer großen Bank darf man einer neuen Regelung im Bankwesengesetz (BWG §28a Abs. 5 Zif. 5) zufolge, die im Juli 2014 in Kraft trat, nur noch eine Geschäftsführerfunktion und zwei Aufsichtsratsmandate bzw. vier Aufsichtsratsmandate innehaben. Wolf ist Aufsichtsratschef der Europa-Tochter der russischen Sberbank mit Sitz in Österreich.

Weiters ist der Manager laut Strabag-Geschäftsbericht 2014 seit 2010 Vorsitzender in der Aufsicht der GAZ Group, der Russian Machines JSC sowie der Slavstroy Corp OJSC. Den Großteil seiner Aufsichtsratsjobs hat Wolf bereits niederlegen müssen - etwa beim Verbund und bei Siemens Österreich.

In das oberste Aufsichtsgremium der Strabag war Wolf am 17. August 2007 gewählt worden. Seine Funktionsperiode wurde am 18. August 2010 verlängert und endete mit der heutigen Hauptversammlung.

Wolf ist laut Online-Ausgabe der Zeitung "Kurier" nach wie vor im Firmenimperium Basic Element von Strabag-Großaktionär Oleg Deripaska tätig und dort auch nach wie vor Gesellschafter. Er halte jeweils 10 Prozent der Anteile am russischen Automotivkonzern Russian Machines und an den russischen Bauunternehmen Glavstroy und Transstroy. Deripaska hält über die Rasperia Trading Ltd. 25 Prozent plus eine Aktie an Österreichs größtem Baukonzern Strabag.

Wolf hatte bereits gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" (Donnerstagsausgabe) Gerüchte dementiert, wonach sein Spitzenjob bei Deripaskas Russian Machines wackle und das Verhältnis zu Deripaska abgekühlt sei. Die Zeitung hatte berichtet, dass die Tage des österreichischen Managers im Management des Konzerns von Deripaska gezählt sein könnten und seine Tätigkeit als Chef des Board of Directors angesichts der angespannten Lage der russischen Wirtschaft nicht verlängert werden solle. Dem Vernehmen nach soll Wolf mit seinem ebenso ausgedehnten wie dichtem Kontaktnetz eher ein Mann für Expansionszeiten sein. "Kompletter Blödsinn", entgegnete Wolf.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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