Strabag vor dem Kauf von Bilfingers Immo-Geschäft

Der österreichische Baukonzern Strabag will seine Immobilienverwaltung stärken. Vom Konkurrenten Bilfinger soll die Gebäudedienstleistungssparte übernommen werden. Das Kartellrecht wird wegen stark fragmentierten Marktes nicht als Hindernis gesehen.

Frankfurt/Mannheim/Wien. Der österreichische Baukonzern Strabag interessiert sich einem Insider zufolge für die Bau- und Gebäudedienstleistungs-Sparte seines Rivalen Bilfinger. Als zweitgrößter Immobilienmanagement-Anbieter in Deutschland werde sich Strabag das sicherlich ansehen, hieß es in Unternehmenskreisen des Wiener Konzerns am Freitag. Strabag habe Bilfinger aber noch kein Angebot unterbreitet.

Der angeschlagene deutsche Bau- und Dienstleistungskonzern hatte in dieser Woche überraschend angekündigt, Angebote für den Geschäftszweig erhalten zu haben und den Verkauf der Ertragsperle ergebnisoffen zu prüfen.

Die Sparte ist eine von zwei Säulen von Bilfinger, sobald das kriselnde Kraftwerksgeschäft verkauft ist. Mit dem Verkauf würde sich der Traditionskonzern fast halbieren. Im Auftrag von Bilfinger prüfen nun die Deutsche Bank und die Bank of America die Verkaufschancen, wie drei mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Unter den Bietern seien Konkurrenten und Finanzinvestoren.

Die Offerten bewerteten das Geschäftsfeld, in dem Bilfinger mit rund 20.000 Mitarbeitern 2014 rund 2,4 Milliarden Euro Umsatz machte, auf 1,7 Milliarden Euro. Branchenkenner erklärten, als Käufer kämen die Gebäudedienstleister Vinci, Cofely, CBRE oder Jones Lang Lasalle infrage.

Strabag wurde nicht genannt, da Experten wie etwa der frühere Chef der Bilfinger-Sparte, Klaus Raps, kartellrechtliche Hürden vermuteten. Bilfinger ist dem Branchendienst Lünendonk zufolge der größte Gebäudemanager in Deutschland, gefolgt von Strabag und Wisag. Im Umkreis der Strabag hieß es jedoch, das Kartellrecht sei kein Hindernis, da der Markt stark fragmentiert sei.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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