Stöger will Logistik-Standort Österreich verbessern

Gegen den Trend, dass Österreich als Logistik-Standort abfällt, will das Verkehrsministerium gemeinsam mit beteiligten Interessensvertretern nun ankämpfen. Mit der Ernennung eines Logistikbeauftragten und einer Arbeitsgruppe von Interessensvertretern soll die Attraktivität nun angehoben werden. Erste Schritte wurden heute, Mittwoch, von Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) in Wien präsentiert.

Der Tiroler Franz Schwammenhöfer wird im Ministerium (BMVIT) als "Anlaufstelle" für Logistikthemen agieren. Dafür wurde eine eigene Stabsstelle eingerichtet. Damit wird sich der langjährige Logistik-Abteilungsleiter im Verkehrsministerium um die Umsetzung der gemeinsam mit Interessensvertretern erarbeiteten Maßnahmen kümmern. Schon am Freitag wird die Arbeitsgruppe zusammentreffen.

"Logistik ist die Lebensader der österreichischen Wirtschaft", hob Stöger die Bedeutung des Sektors hervor: 29 Mrd. Euro Wertschöpfung, 14.000 Unternehmen mit rund 200.000 Beschäftigten seien in der Branche tätig. Der Gesamtverkehrsplan habe die politischen Ziele festgelegt, wie Effizienz, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und soziale Verträglichkeit. Nun gehe es um die Umsetzung im Logistikbereich. Stöger sieht insbesondere bei der Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene "viel Luft nach oben".

Von 119 mit den Interessensvertretern gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich seien 61 Maßnahmen im Konsens aller beteiligten Vertreter, betonte Stöger. Nun sollen "möglichst viele" Vorschläge auch umgesetzt werden. Da Logistik eine Querschnittsmaterie ist, brauche man auch die Unterstützung anderer Ressorts.

Der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, Alexander Klacska, will die logistische Standortqualität Österreichs insbesondere für die Kunden verbessern. Dabei müsse auch die Wettbewerbsfähigkeit der Logistik-Branche und die Nachhaltigkeit im Zentrum stehen. Bei fast 50 Prozent der vorgeschlagenen Maßnahmen bestehe Konsens zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern, hob Klacska den Schulterschluss der Sozialpartner hervor.

Für die Leiterin der Abteilung Umwelt und Verkehr in der Arbeiterkammer, Sylvia Leodolter, ist das Vorhaben angesichts der noch immer schwierigen wirtschaftlichen Lage von großer Priorität. Wichtig ist der Vertreterin von Arbeitnehmerinteressen der Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping. Bei der Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten, etwa der Lkw-Lenker, gebe es Verbesserungsbedarf, zum Beispiel bei einheitlichen Qualitätsstandards für die Bildungsunterlagen. Leodolter will die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene unterstützen, etwa bei der Finanzierung von Anschlussbahnen.

Der Präsident des Zentralverbandes Spedition und Logistik, Wolfram Senger-Weiss, konstatiert einen Abwärtstrend für den Logistikstandort Österreich im internationalen Vergleich: "Wir sind zurückgefallen im direkten Wettbewerb mit unseren Nachbarn", bedauerte er. Statt der bisherigen "Gütervermeidungspolitik" müsse man nun den Güterverkehr neu positionieren und Österreichs geografische Position als Brückenkopf in Verbindung mit der "ausgezeichneten Infrastruktur" besser nutzen. Mit 200.000 Beschäftigten sei die Logistik auch ein Job-Motor.

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma

Die Telekomaufsicht weicht Regelwerk das unter Barack Obama erst beschlossen wurde. Der Rechtsstreit ist damit programmiert, es wird mit Klagen von vielen Interenetkonzernen gerechnet.
 

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US-Behörde kippt Netzneutralität - Rückschlag für Google & Co